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Laage Trendgetränke: Was ist drin und dran?

Von Regina Mai | 05.02.2010, 03:03 Uhr

Caro Plump trinkt am liebsten Saft, Patrick Saunus am liebsten Wasser mit Geschmack, wie er es formuliert.

Die beiden Schüler der Klasse 9d des "RecknitzCampus" Laage beschäftigen sich gestern in einem Projekt zur Vorbereitung des Weltverbrauchertages am 15. März mit Getränken. Die Frage: Was ist drin und was ist dran an den Trendgetränken?

Caro Plump hat noch nie wirklich auf einer Flasche nach den Inhaltsstoffen geschaut. "Hier stehen tausend Sachen, die ich überhaupt nicht kenne", stellte sie gestern fest. Auch Patrick Saunus kann mit den vielen Fremdwörtern nichts anfangen. "Da muss man nachschlagen", denkt der Schüler der Regionalschulklasse. Franziska Hirsch, Anne Winkel und Kevin Sanftleben mixen an nächsten Tisch Getränke. Kirschsaft und Bananensaft gehört noch zu den gängigen Mischungen. Sie tun noch ein bisschen Grapefruitsaft hinzu und kosten. Auch sie haben sich über das, was sie trinken, noch nicht so große Gedanken gemacht. Softdrinks stehen für Kevin Sanftleben hoch im Kurs. Weitere Schüler sind dabei, ihr Wunschgetränk zu entwerfen, ihm einen Namen und ein Gesicht zu geben und es zu bewerben. Die Ergebnisse des Projektes, so informiert Simone Goetz, Ernährungsberaterin bei der Neuen Verbraucherzentrale MV, sollen am Weltverbrauchertag in der Schule präsentiert werden.

Nicht gedankenlos konsumieren, sondern skeptisch hinterfragen

"Wir wollen bei den Kinder und bei Erwachsenen ebenso erreichen, dass man skeptisch ist, der Werbung nicht blind vertraut, sondern hinterfragt", skizziert Simone Goetz das Anliegen des Weltverbrauchertages. Sie will die Schüler anregen nicht gedankenlos konsumieren, sondern zu hinterfragen, ob alles, was modern ist und trendy klingt auch gesund ist. "Ein weiterer Aspekt für uns als Verbraucherzentrale ist auch der Preis", fügt die Ernährungsberaterin hinzu. Bei dem Projekt gehe es nicht darum, das eine oder andere Getränk zu verteufeln, sondern näher hinzuschauen und drüber nachzudenken. "Das gilt übrigens für Erwachsene ebenso wie für Jugendliche", sagt Simone Goetz. Erwachsene würden sich nicht anders verhalten. Obwohl, so die Ernährungsberaterin, sie in letzter Zeit doch beobachte, dass besonders in den höheren Schulklassen das Wasser auf dem Vormarsch wäre. Als Durstlöscher, so empfiehlt Simone Goetz, unschlagbar.

Während sich die vier 9. Klassen des "RecknitzCampus" mit Getränken beschäftigen, sind alle Mädchen und Jungen der Schule zu einem Kreativ-Wettbewerb aufgerufen. Auf einer Verpackung oder einem Plakat sollen sie zeigen, welche Lebensmittelkennzeichnung sie sich wünschen, welche Informationen ihnen wichtig sind. "Kinder haben oft andere Gedanken und Wünsche als Erwachsene", meint die Ernährungsberaterin und ist gespannt auf die Ergebnisse. Auch sie werden Mitte März präsentiert. Weiter wird es dann einen Markt der Informationen geben, eine Diskussionsrunde zur Sicherheit und zum Wert von Lebensmitteln und viele Vorträge.