Ein Angebot des medienhaus nord

Gigi Wu Tödlich verunglückt: Bekannte Bikini-Bergsteigerin stürzte in Schlucht

Von afp | 22.01.2019, 21:33 Uhr

Die Retter gelangten nicht schnell genug zu der 36-Jährigen.

Die mit Bikini-Fotos von Berggipfeln bekannt gewordene "Bikini-Bergsteigerin" Gigi Wu ist in Taiwan tödlich verunglückt. Wu stürzte am Samstag im Yushan-Nationalpark in eine Schlucht, wie die Rettungskräfte am Dienstag mitteilten. Sie konnte zwar schwer verletzt über ein Satellitentelefon Freunde alarmieren, die Einsatzkräfte gelangten aber wegen schlechten Wetters nicht schnell genug zu der 36-Jährigen. Am Montag wurde schließlich ihre Leiche entdeckt.

Gab ihren Freunden noch den Standort durch

Wu sei etwa 20 bis 30 Meter in die Tiefe gestürzt, sagte ein Vertreter der Rettungskräfte. Sie habe Freunden am Telefon gesagt, dass sie ihre untere Körperhälfte nicht mehr bewegen könne. Sie konnte ihren Freunden aber noch die Koordinaten ihres Standortes durchgeben.

Wegen schlechten Wetters konnten Hubschrauber nicht zu der Unglücksstelle fliegen. Ein Rettungsteam brauchte zu Fuß 28 Stunden, um zu der verunglückten Wanderin zu gelangen - jede Hilfe kam aber zu spät.

Bekannt geworden durch Bikini-Fotos

Die Taiwanerin war in den sozialen Netzwerken durch ihre Bikini-Selfies von Berggipfeln als "Bikini-Bergsteigerin" bekannt geworden und hatte zahlreiche Fans. Die 36-Jährige erklomm die Gipfel in ihrer Wanderkleidung und zog sich dann auf dem Gipfel um. Dem taiwanischen Sender FTV sagte sie vergangenes Jahr, sie habe in vier Jahren mehr als 100 Gipfel bestiegen.

"Ich habe auf jedem der 100 Berge einen Bikini angezogen", sagte sie damals. "Ich habe nur rund 97 Bikinis, also habe ich versehentlich manche mehrfach angezogen." Auf die Frage, warum sie auf Berggipfeln Bikini-Fotos mache, antwortete Wu: "Es sieht einfach so schön aus – wie könnte man das nicht mögen?"

Auch interessant: Studie: Immer mehr Selfies enden tödlich

In Taiwan gibt es eine Reihe von mehr als 3000 Meter hohen Bergen. Im Winter fallen die Temperaturen dort regelmäßig deutlich unter null Grad Celsius.