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Segelschiff "Thor Heyerdahl" Corona verhinderte Landgang: Schüler nach 47 Tagen auf festem Boden

Von dpa | 26.04.2020, 18:52 Uhr

Nach einer wochenlangen Reise ohne richtigen Landgang ist das Segelschiff "Thor Heyerdahl" wieder in Kiel angekommen.

Endlich wieder Boden unter Füßen: Die 34 Schüler des "Klassenzimmers unter Segeln" wurden nach sechseinhalb Monaten an Bord des Schiffes am frühen Mittag von ihren Familien empfangen. Dabei mussten die Eltern wegen der Corona-Pandemie zueinander Abstand halten. Es sei ein "trauriger Abschied", sagte Kapitän Detlef Soitzek am Sonntag in Kiel nach dem Anlegen des Traditionsseglers.

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Gemeinsam mit den Jugendlichen hat er fast 12.000 Seemeilen zurückgelegt. Auf der Reise wurden sie von der Coronavirus-Krise überrascht. "Gestartet sind wir ganz normal und wir kommen jetzt zurück in eine andere Welt. Das hat uns schon schwer beschäftigt", so der Kapitän.

Die Pandemie beeinflusste auch die Tour: Zuletzt wurden deswegen alle Landaufenthalte gestrichen. Seit den Azoren seien sie für 47 Tage nicht mehr an Land gewesen und hätten in dieser Zeit jeden Kontakt zur Außenwelt gemieden, so der Kapitän.

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Schüler und Crew müssen nicht in Quarantäne

Soitzek zeigte sich erleichtert darüber, dass Schüler und Besatzung deshalb nun nicht erneut für 14 Tage in Quarantäne müssen. "Das wurde von den Behörden Gott sei Dank akzeptiert, dass wir 47 Tage in einer Quarantänesituation waren."

Am 19. Oktober war das Segelschiff nach einer festlichen Verabschiedung ausgelaufen. Im Winterhalbjahr ist die "Thor Heyerdahl" der Schulcampus für das Schulprojekt "Klassenzimmer unter Segeln" der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg unterwegs. Zur Tagesordnung der Zehntklässler gehören dabei der Schulunterricht genauso wie die Vermittlung nautischer Fachkenntnisse. "Die erleben hier das Leben nicht aus dem Schulbuch, sondern in praktischer Reise in die Länder", sagte Kapitän Soitzek.

Erst vor zwei Wochen war ein Großsegler mit 27 Schülern an Bord unter strengen Seuchenschutzmaßnahmen nach Cuxhaven zurückgekehrt. Auch dort hatte die Corona-Pandemie die letzten Wochen des Törns bestimmt.

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