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Verkehr „Superbaustelle“ A20: ADAC erwartet viele Staus an Pfingsten

Von Joachim Mangler | 07.06.2019, 12:00 Uhr

Für viele Autofahrer heißt es zum Pfingstwochenende wieder „Nerven bewahren“. Denn an vielen Stellen, vor allem von und zu den Inseln, sind Staus zu erwarten.

Am Pfingstwochenende müssen die Autofahrer in Mecklenburg-Vorpommern wieder mit vielen Staus rechnen. Brennpunkte werden die bekannten Strecken wie die Zubringer von und nach Usedom und Rügen sein, wie Christian Hieff, Sprecher des ADAC Hansa, sagte. Auch die A20 mit ihrer „Superbaustelle“ am ehemaligen Autobahnloch bei Tribsees werde den Autofahrern viel Geduld abringen. Das Gleiche gelte dann für die Umleitungsstrecken. „Da werden wir Verzögerungen erleben, die sich gewaschen haben.“

MV erwartet zahlreiche Urlauber zum Pfingstwochenende. Vor allem auf den Straßen in Richtung Ostseeküste wird es erfahrungsgemäß eng. Dank guter Wetteraussichten werden sich wohl auch zahlreiche Einheimische auf den Weg zu den Stränden machen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagt nach einem wechselhaften Samstag einen überaus sonnigen Sonntag mit Temperaturen bis 21 Grad an der Küste und 24 Grad an der Mecklenburgischen Seenplatte voraus. Am Pfingstmontag wird es den Experten zufolge zunächst freundlich, dann wechselhaft, teilweise mit Schauern und Gewittern.

Lieber außerhalb der Stoßzeiten fahren

Wer Stress im Auto so gering wie möglich halten will, habe viel Gestaltungsspielraum, in dem sie ihre Fahrten außerhalb der Stoßzeiten legten, so der ADAC. Für Bewohner aus Mecklenburg-Vorpommern selbst müsse gelten: „Bevor sich die Autofahrer durch NRW ,geparkt haben' und in Mecklenburg-Vorpommern angekommen sind, muss ich schon die Sonnenliege aufgeklappt haben.“ Die Gäste sollten sich bei der Abreise auch überlegen, ob sie am Montag nicht doch noch den Tag und den Sonnenuntergang genießen und sich erst dann ins Auto setzen.

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Trinken und Tanken nicht vergessen

Gleichzeitig müssten sich die Autofahrer mental auf die Staugefahr einrichten. Denn auf den vollen Strecken könne es immer wieder zu Auffahrunfällen kommen. „Dann kommt es schnell zu einem Megastau.“ Die Autofahrer sollten deshalb genügend zu Trinken dabei haben. Und der Tank sollte auch nicht in den roten Bereich gefahren werden.

Dabei müsse aber gesehen werden, dass in der ADAC-Staustatistik Mecklenburg-Vorpommern über das ganze Jahr gesehen immer auf dem letzten Platz liegt. „Aber es gibt halt immer die punktuellen Beschwerden.“ In anderen ADAC-Untersuchungen sei herausgekommen, dass Mecklenburg-Vorpommern die zufriedensten Autofahrer hat. „Übers Jahr gesehen kommt man gut von A nach B“, sagte der ADAC-Sprecher.

Diese Strecken haben neben der A20 ebenfalls großes Staupotenzial

  • A1 Hamburg - Bremen - Dortmund - Köln
  • A1/A3/A4 Kölner Ring
  • A2 Oberhausen – Dortmund – Hannover – Berlin
  • A3 Oberhausen – Frankfurt – Würzburg – Nürnberg – Passau
  • A4 Kirchheimer Dreieck – Erfurt – Dresden
  • A5 Hattenbacher Dreieck – Frankfurt – Karlsruhe – Basel
  • A6 Kaiserslautern – Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
  • A7 Hamburg – Flensburg
  • A7 Hamburg – Hannover – Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte
  • A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
  • A9 Berlin – Nürnberg – München
  • A10 Berliner Ring
  • A61 Mönchengladbach – Koblenz – Ludwigshafen
  • A81 Stuttgart – Singen
  • A93 Inntaldreieck – Kufstein
  • A95/B2 München – Garmisch-Partenkirchen
  • A99 Umfahrung München.