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Schweriner Theater vor Millionen-Finanzloch Streit um Theaterreform

Von Redaktion svz.de | 08.08.2013, 09:44 Uhr

In der Diskussion um das erneut von Insolvenz bedrohte Mecklenburgische Staatstheater hat Schwerins Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow (Linke) mehr Zeit für eine Theater-Umstrukturierung gefordert.

In der Diskussion um das erneut von Insolvenz bedrohte Mecklenburgische Staatstheater hat Schwerins Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow (Linke) mehr Zeit für eine Theater-Umstrukturierung gefordert. "Das geht nicht von heut auf morgen", sagte Gramkow. Das Land habe bisher noch nicht einmal die versprochene Soforthilfe von zwei Millionen Euro gezahlt. Damit sollten Fehlbeträge im Etat gedeckt werden. Im Haushalt 2014 tue sich eine Lücke von drei Millionen Euro auf, so Gramkow. Ein Stellenabbau am Theater setze Verhandlungen mit den Gewerkschaften voraus.

Die Regierungspartner SPD und CDU hatten beschlossen, dass das Theater nur dann auf zusätzliche Leistungen vom Land zählen kann, wenn es 30 Stellen abbaut und den Orchestermusikern sowie dem Opernchor die Einkommen kürzt. Zudem sollen das Landestheater Parchim als Produktionsstandort für das Kinder- und Jugendtheater und die niederdeutsche Fritz-Reuter-Bühne in das Staatstheater integriert werden. Bis zur Realisierung der Theaterreform seien auch in den kommenden Jahren Überbrückungshilfen des Landes notwendig. "Wir brauchen eine belastbare Vereinbarung mit dem Land", forderte Gramkow.