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Größter Jahrmarkt in MV vom 4. bis 7. November in Parchim Stadtwerke-Power für Martini-Spaß

Von Wolfried Pätzold | 08.10.2011, 10:41 Uhr

Der mit 60 Metern Höhe spektakulärste mobile Kettenflieger Europas kommt zum erstenmal zum Martinimarkt in Parchim. Darüber freut sich nicht nur Gabi Wolff, die städtische Cheforganisatorin des Volksfestes.

Wenn Gabi Wolff an ihren jüngsten Höhenflug auf dem Hamburger Dom - dem wohl berühmtesten Volksfest in Norddeutschland - denkt, kommt sie noch immer in Schwärmen. "Das war einfach toll. Da dürfte wohl jeder Schmetterlinge im Bauch bekommen", ist sich die städtische Cheforganisatorin des Parchimer Martinimarktes sicher. Zusammen mit rund 30 Fans hat sie den mit 60 Metern Höhe spektakulärsten mobilen Kettenflieger Europas persönlich getestet und für gut befunden. Umso größer war die Freude, dass sich die holländische Schaustellerfamilie Van der Beek-Dauphin mit ihrem Superfahrgeschäft erstmals für einen Martinimarkt in Parchim beworben hat. "Das spricht für den guten Ruf unseres Festes über die Landesgrenzen hinaus. Darauf sind wir seit Jahren sehr stolz", so Gabi Wolff.

Festplatz an der Bergstraße logistische Herausforderung

Der fünfköpfigen Martinimarktarbeitsgruppe der Stadtverwaltung, der Bürgermeister Bernd Rolly vorsteht und die jeweils Anfang des Jahres über die Teilnehmer des Jahrmarktes entscheidet, lagen diesmal erneut mehr als 450 Bewerbungen von Schaustellern aus Deutschland, Österreich und Holland vor. "Da ist vieles abzuwägen. Wichtig ist uns, neben Bewährtem auch neue Attraktionen für die Besucher anzubieten", so die Expertin. Nach mehrstündiger Beratung stand schließlich fest: In diesem Jahr werden beim größten Jahrmarkt Mecklenburgs, der vom 4. bis 7. November auf dem legendären Festplatz an der Parchimer Bergstraße stattfindet, 70 Schausteller und Händler mit 83 Fahrgeschäften und Gastronomiebetrieben präsent sein.

Mit rund 19 000 Quadratmetern ist das zur Verfügung stehende Areal nicht gerade üppig. Umso größer sind die Herausforderung an Planung, Infrastruktur und Logistik. Bevor Gabi Wolff mit ihrem Team am 20. Oktober ausgestattet mit dem Rollenbandmaß den Platz zentimetergenau einteilt, hat sie wochenlang am Stellplan gefeilt. "Schausteller und Besucher dürfen sich auf einen neugestalteten Martinimarkt freuen", macht sie neugierig. Das Riesenrad - seit Jahrzehnten Markenzeichen - behält den angestammten Platz ebenso wie die gastronomischen Einrichtungen. Die kleinen und großen Fahrgeschäfte, von denen etwa 80 Prozent bereits viele Fans in Parchim haben, bekommen einen neuen Platz und damit auch neue Schaustellernachbarn. Und auch sonst gibt es 2011 eine wichtige Veränderung. Nachdem die Energieversorgung des Festplatzes früher mit mobilen und kostenaufwändigen Aggregaten gesichert werden musste, liefern erstmals die Parchimer Stadtwerke den benötigten Strom komplett. Für das viertägige Jahrmarkttreiben werden rund 63 000 KW/h Elektroenergie benötigt, eine Menge mit der etwa 15 Vier-Personen-Haushalte ein ganzes Jahr auskommen würden. Zwei neue Trafos wurden dafür am Festplatz installiert. Die Verteilung des Stroms übernimmt vor Ort in bewährter Weise die Rostocker Firma EAS. "Mit dem Strom der Stadtwerke verringern sich Aufwand und Kosten", gibt Gabi Wolff zu bedenken, die die gute Zusammenarbeit mit vielen Partner wie beispielsweise aus dem Bauamt sehr schätzt.

Jahrmarkt-Mix verspricht Spaß für Jung und Alt

Neben dem gigantischen Kettenflieger, der im Herzen des Martinimarktes seinen Platz bekommt, dürfen sich die Fans auf weitere Neuheiten freuen. Dazu gehören die Achterbahn "Crazy Mouse", einem Spinnig-Coaster mit drehenden Gondeln. Auf gleich zwei Etagen will Fantastic-World-Betreiber Rick Hamberger die Lachmuskeln seiner Gäste herausfordern. Jörg Vorlop präsentiert "Wip de Kip", bei dem sogar die "Hühner" vor Freude in die Luft springen werden. Aus den Vorjahren bekannte Attraktionen wie "Top Spin 2", Autoscooter, Break-Dancer und Hoppegarten versprechen wieder jede Menge Spaß. 15 Anbieter garantieren jede Menge Gaumenfreude. Mit dabei ist auch wieder "Der singende Hirsch", die beliebte Punsch-Hütte von Inka Jacob, die im vergangenen Jahr den Martinimarkt oscar der SVZ mit nach Hause nehmen durfte. Diesmal wird es Pokale für das familienfreundlichste und nostalgischste Angebot geben. Die Messlatte hängt ziemlich hoch.