Ein Angebot des medienhaus nord

Güstrow: Natur- und Umweltpark freut sich über gute Besucherzahlen Sommerbilanz keinesfalls verregnet

Von Jens Griesbach | 10.10.2011, 11:35 Uhr

Von wegen verregneter Sommer - Auf die Besucherzahlen im Güstrower Natur- und Umweltpark (Nup) hat sich das Regenchaos nur unwesentlich ausgewirkt.

Von wegen verregneter Sommer - Auf die Besucherzahlen im Güstrower Natur- und Umweltpark (Nup) hat sich das Regenchaos nur unwesentlich ausgewirkt. Mit bisher mehr als 133 000 Besuchern konnte gegenüber dem Vorjahr sogar eine deutliche Steigerung erzielt werden. "Hochgerechnet erwarten wir bis Ende Dezember 158 000 Besucher. Damit liegen wir nur knapp unter dem Rekordjahr 2009 mit mehr als 160 000 Besuchern", sagt Nup-Leiter Klaus Tuscher.

Schnell habe der Nup auf den Regen reagiert, so Tuscher. Der überschwemmte Eingangsbereich wurde mit einem improvisierten Steg versehen. An der Kasse gab es dann Handtücher und Regenschirme für die Besucher. "Wir hatten keine Beschwerden, nur Lob", sagt er. Trotz der Regenmassen kamen zudem mehr als 2500 Besucher zum Nup-Sommerfest. Der Park biete auch bei schlechtem Wetter mit dem Umweltbildungs- und dem Agendazentrum "Wiesenwelten" viele Möglichkeiten. Für Tuscher steht deshalb fest: "Unser Parkplatz mit 350 Stellplätzen reicht in Spitzenzeiten und bei Veranstaltungen wie dem Osterfest mit mehr als 5000 Besuchern nicht mehr aus." Ein Parkplatzneubau auf dem Gelände der alten Zuckerfabrik soll hier Abhilfe schaffen und die Anzahl der Stellplätze nahezu verdoppeln.

Die guten Besucherzahlen sind für Tuscher Anlass, bereits die nächsten Großprojekte im Nup in Angriff zu nehmen: Auf dem höchsten Punkt im Damwildgehege soll eine 50 Meter lange Großflugvoliére für Seeadler mit einer interaktiven Erlebnisausstellung entstehen. 2012/13 will Tuscher das Vorhaben umsetzen. Die Kosten schätzt er auf 80 000 Euro. Der Nup sammelt bereits Spenden für die Flugvoliére und hat jetzt sogar eine "Adler-Aktie" aufgelegt, um das Projekt zu finanzieren. Unter dem Motto "Adler wollen fliegen" hofft Tuscher auf viele Unterstützer.

Auch ein kombinierter Rad- und Wanderrundweg durch den Nup und die Erweiterung des Wiesenwelten-Zentrums ist 2012 geplant. Und Tuscher hat noch weitere Ideen: Unter dem Titel "Gigantum" soll das vorhandene Becken am Umweltbildungszentrum erweitert werden, um einen Flusslauf für Wels, Hecht, Zander, Barsch und Forelle zu schaffen. "Geplant ist hier auch eine gläserne Fischtreppe, ein Spiel- und Wissensbereich sowie eine Erlebnismuschel", erläutert er. Die umweltpädagogischen Angebote will Tuscher zudem konsequent ausbauen, denn mit bisher fast 12 000 Gästen in diesem Jahr wurden die Themenangebote aus diesem Bereich besonders gut angenommen.