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SVZ-Pressefest 2019 So haben wir gefeiert

Von Sebastian Kabst und Sebastian Schramm | 28.04.2019, 20:00 Uhr

Ob ein Foto mit einer Weltmeisterin oder Party mit DDR-Schlagerstern Frank Schöbel. Mehr als 10.000 Besucher kamen auf den Klingberg-Platz in Schwerin, um mit uns zu feiern.

Dunkle Wolken hängen am Himmel. Auf dem Bertha-Klingberg-Platz wimmelt es von bunten Punkten. Die Gäste haben ihre Schirme aufgespannt. Sie trotzen dem Wetter, um beim Pressefest dabei sein zu können. Getreu dem Motto: Es gibt kein falsches Wetter, nur die falsche Kleidung.

Eine große Konkurrenz

Mehr als 10000 Besucher kamen zum Bertha-Klingberg-Platz, um mit ihrer Heimatzeitung in Kontakt zu kommen. Dabei war die Konkurrenz mit dem Frühjahrserwachen sowie dem verkaufsoffenen Sonntag in einem Einkaufszentrum groß. Geboten wurde ihnen vor der Kulisse des Schweriner Schlosses ein buntes Programm: vom Bullenreiten bis zum Tanzkurs, gutes Essen und Getränke, der Blick über die Schultern der Redakteure, die die heutige Ausgabe zum Teil vor Ort produzierten – als Höhepunkte die Verlosung eines Autos und der Auftritt von Frank Schöbel.

SVZ-Chefredakteur Michael Seidel sagte: „Das ist die Botschaft des Pressefestes: Wir als Zeitung sind für unsere Leser da. Es ist ein Dankeschön an sie.“ Erfreut zeigte sich der Geschäftsführer des Verlages medienhaus:nord, Andreas Gruczek. Das Pressefest wieder einzuführen sei besonders wichtig gewesen, sagte er. Verlag und Zeitung zeigten sich hier für die Besucher zum Anfassen.

Ein tolles Fest – früher wie heute

Egal ob Wind oder Regen, die „Pendler von Gleis 13“ wären bei jedem Wetter auf den Bertha-Klingberg-Platz gekommen. „Wir kennen das Pressefest noch aus DDR-Zeiten“, sagt Kerstin Koch. Sie gehört zu der Gruppe, die von Schwerin zusammen nach Hamburg pendeln. Auch zum Pressefest sind sie zusammen gekommen. Ein tolles Fest – früher wie heute.

Wie das Pressefest früher war, das weiß Nils nicht. Er ist erst sieben Jahre alt und besucht das Zelt der SVZ-Kinderseite KIZ. Zusammen mit seinen Freunden Tim, Carrie und Stella bastelt er ein Teelicht. Trotz seines jungen Alters ist er bereits mit der Zeitung in Kontakt gekommen. „Mein Papa liest mir immer aus der Zeitung vor“, sagt Nils.

Auch Jakob ist sieben, für sein Alter aber schon ganz schön stark. Er steht im Boxring, den der Verein Traktor Schwerin aufgebaut hat. Mit roten Boxhandschuhen geht er auf  Ole Hennings los. Sicher trifft der Junge die Pratzen des Nachwuchstrainers. „Ich bin schon das zweite Mal heute hier“, sagt der Siebenjährige stolz. Und auch Hennings stellt fest: Der Junge hat Potential. Als dann Box-Weltmeisterin Ornella Wahner am Autogramm-Stand auftaucht, wird der Andrang groß. Ein Foto mit einer Weltmeisterin? Dafür sind auch Lothar und Ute Falck vom Boxfanclub extra vorbei gekommen.

Und dann, es ist früher Nachmittag – Schlagersternchen Franziska feiert gerade auf der Bühne – kommt sogar noch die Sonne hinter den Wolken hervor.

Frank Schöbel, der einstige Stern am DDR-Schlagerhimmel

Während Roland Kaiser Double Steffen Heidrich die größten Hits seines Vorbildes singt, machen es sich Angelike Daehn und Barbara Bauschke auf den Bänken vor der Bühne gemütlich. „Unsere Männer haben wir zum Angeln nach Dänemark geschickt“, sagt Daehn mit einem Lachen. Die Freundinnen sind spontan auf das Pressefest gekommen – und haben dann gehört, dass ein Schlagerstar aus ihrer Jugend auftreten soll: Frank Schöbel, der einstige Stern am DDR-Schlagerhimmel. „Wir sind mit seinen Liedern aufgewachsen“, sagt Barbara Bauschke. Sie schwelgt in Erinnerungen. Weihnachtslieder habe er auch immer gesungen. „Das ist schon klasse, dass der hier heute auftritt“, so die 67-Jährige.

Auch Angret Möller erinnert sich noch an die glorreiche Zeit von Frank Schöbel. „Er hat sich ja gut gehalten“, sagt die 79-jährige Schwerinerin. Auch sie steht weit vorn an der Bühne und freut sich über jede Zugabe, die Schöbel gibt. „Er gibt  auch heute noch alles“, sagt Möller und grinst. Selbst als schon längst die Hauptpreise des Gewinnspiels gezogen werden sollten, stand der DDR-Star noch auf der Bühne – und sang als Hommage an die Puhdys „Alt wie ein Baum“.

Regen und Wind konnten der guten Stimmung auf dem Pressefest nichts anhaben. Nach dem Neustart der traditionsreichen Veranstaltung im vergangenen Jahr und dem Erfolg diesen Jahres soll es auch 2020 wieder ein Pressefest geben.