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Ostdeutschland Schwesig: Fehlende Lohnangleichung größtes Problem

Von Redaktion svz.de | 02.01.2020, 14:53 Uhr

Ministerpräsidentin Schwesig will sich für mehr Tariflöhne einsetzen.

Im 30. Jahr der deutschen Wiedervereinigung hat Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) den Lohnrückstand zum Westen als größtes Problem bezeichnet.

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Trotz aller Fortschritte wie gestiegener Wirtschaftskraft und gesunkener Arbeitslosigkeit gebe es noch Defizite, erklärte Schwesig am Donnerstag in Schwerin. Das größte Problem sei sicher die nach wie vor fehlende Lohnangleichung. „Deshalb setzen wir uns als Landesregierung dafür ein, dass mehr Tariflohn gezahlt wird“, erklärte sie.

  niedriglohn in prozent

Im tariflichen Bereich sei die Lohnangleichung viel weiter fortgeschritten als in tarifungebundenen Arbeitsverhältnissen. Nach einer Untersuchung der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung vom vergangenen Jahr beträgt der Lohnabstand zwischen Ost und West bei Beschäftigten gleichen Geschlechts, im gleichen Beruf und mit vergleichbarer Berufserfahrung rund 17 Prozent.