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Geld soll Schulmittagessen, Förderung oder Klassenausflüge finanzieren Schweriner SPD will Bildungsfonds

Von Timo Weber | 22.02.2011, 12:39 Uhr

Die SPD-Grüne-Stadtfraktion will sich für die Einführung eines Bildungsfonds in Schwerin einsetzen. Diese Gelder sollen bei der Finanzierung von Schulmittagessen, Arbeitsmaterialien, Sprachförderung und so weiter helfen.

Die SPD-Grüne-Stadtfraktion will sich für die Einführung eines Bildungsfonds in der Landeshauptstadt einsetzen. Dies ist das Ergebnis einer Fraktionsklausur mit dem Lübecker Jugendhilfe- und Finanzausschussvorsitzenden Jan Lindenau. "Schwerin ist leider bundesweit die Hauptstadt der Kinderarmut. Das muss sich ändern", so Fraktionsvorsitzender Daniel Meslien. Die Hansestadt Lübeck habe mit einem so genannten Bildungsfonds ein unbürokratisches und flexibles Modell erfolgreich auf den Weg gebracht, um Kinder einkommensschwacher Eltern besser zu unterstützen. "Wir wollen den Bildungsfonds deshalb auch in unserer Stadt zum Leben erwecken."

Der von der rotgrünen Fraktion vorgeschlagene Bildungsfonds soll bei der Finanzierung von Schulmittagessen, Arbeitsmaterialien, Sprachförderung, Musik- und Sportangeboten oder auch Klassenausflügen helfen.

Nachdem auf Bundesebene das Bildungspaket zwischen Rot-Grün und Schwarz-Gelb ausgehandelt sei, "werden wir in Schwerin vor der Frage stehen, wie die zusätzlichen Gelder für unsere Kinder möglichst unbürokratisch eingesetzt werden", so Meslien. Die Errichtung eines Bildungsfonds sei für ihn der effektivste Weg. Auf Anfrage unserer Redaktion machte Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow allerdings rechtliche Probleme dieses Vorschlags deutlich. Generell unterstütze sie aber alle Initiativen der Privatwirtschaft, sich für das Gemeinwohl in Schwerin zu engagieren, sagte Gramkow.