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Prignitzer Künstler ziehen von Dorf zu Dorf Schweißen mit Schrott

Von pri | 01.09.2011, 08:43 Uhr

Aus einem Haufen von Metallschrott wird, wenn Fantasie ins Spiel kommt, mühelos eine "Sonnentänzerin", ein "Atomwachwerk" oder ein Fabelwesen wie "Hippo-Poch", das man auch als Türklopfer benutzen kann.

Aus einem Haufen von unscheinbarem Metallschrott wird, wenn Fantasie ins Spiel kommt, fast mühelos eine "Sonnentänzerin", ein "Atomwachwerk" oder ein Fabelwesen wie "Hippo-Poch", das man auch als Türklopfer benutzen kann. Letzteres eine Kreation von Sophie Loebjinski aus Garlin. Manche Miniskulpturen blieben noch ohne Namen. "Mein Kunstwerk braucht nichts weiter", präsentierte Samuel Frenzel selbstbewusst sein Haus mit Schwanenattitüde am Ende des Workshops "Schweißen mit Schrott"" mit Jost Löber, bildender Künstler aus Horst. Er tourt zur Zeit mit der "Kunstkarre", die Jugendkunstschule auf Rädern, in der sechs Prignitzer Künstler verschiedener Sparten und Handwerke Jugendliche zu künstlerischem Schaffen einladen und gleichzeitig ihre Berufe vorstellen.

Bisher haben etwa 100 Kreative ihre Begabungen beim Seife sieden mit Christa Jörn, Tanzen und Theater spielen mit Kerstin Süske oder beim Zaubern mit Thomas Thompson ausprobieren können.

Manche sind schon das zweite oder dritte Mal dabei wie Sophie Loebjinski oder auch Rahel Wamhoff aus Glöwen. Sie saß das erste Mal an einer Drehscheibe und töpferte mit großem Geschick eine Tonschale unter professioneller Anleitung von Annerose Schmidt, Töpferin aus Grube. Dass Töpferin ein richtiger Beruf ist, hat Rahel überrascht.

Interessenten an Fotografie können sich auf die Kunstkarre Ende September freuen. Der Fotograf Sebastian Ballenthin aus Krampfer wird zeigen, wie ein Foto im Schuhkarton entsteht, ganz ohne Technik. Der rote Lkw macht noch bis Ende September in Garz, Krampfer, Glöwen und Uenze Station immer von 16 bis 19 Uhr im zweiwöchigen Rhythmus.

Die "Kunstkarre" ist ein Projekt von Fluss e. V. und wird gefördert aus dem Programm "Stärken vor Ort" beim Landkreis Prignitz mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds sowie unterstützt von der Gemeinde Plattenburg.