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Mecklenburg-Vorpommern Schnee behindert Verkehr vor allem in Nordwestmecklenburg

Von Redaktion svz.de | 18.03.2013, 09:31 Uhr

Erneuter starker Schneefall hat heute Morgen ein Verkehrschaos in Norddeutschland ausgelöst: Viele Lkw-Fahrer verloren die Kontrolle über ihre Fahrzeuge, die daraufhin querstehend die Straße blockierten.

Von fast allen Autobahnen im Norden wurden Staus gemeldet. Es ereigneten sich zahlreiche Unfälle. Autofahrer müssen sich überall im Norden auf glatte Straßen und Schneeverwehungen einstellen.

Schneefälle halten Mecklenburg-Vorpommern auf Trab

Neuschnee und Schneeverwehungen haben den Verkehr in Westmecklenburg teilweise stark behindert. Besonders betroffen war der Kreis Nordwestmecklenburg, wie ein Sprecher des Präsidiums in Rostock sagte. So stürzte nördlich von Schwerin auf der Bundesstraße 106 ein mit 180 Schweinen beladener Lkw um und blockierte die Straße. Bei insgesamt etwa 20 Unfällen blieb es aber ansonsten fast immer bei Blechschäden, hieß es. Im Ostteil Mecklenburg-Vorpommerns gab es keine Behinderungen.

Bereits am Sonntagabend hatte starker Wind Schnee auf die Autobahn 19 bei Glasewitz (Landkreis Rostock) geweht, wodurch es zu vier Unfällen mit insgesamt sechs Verletzten gekommen war. Die A 19 war in Richtung Rostock für mehrere Stunden gesperrt.

Laut Polizei war ein Auto mit zwei Insassen verunglückt und hatte sich überschlagen. Als die Polizei die Unfallstelle sicherte, fuhr ein weiterer Autofahrer gegen den Streifenwagen; dabei wurden ein Polizisten und eine Ersthelferin schwer verletzt. Auf dem selben Autobahnkilometer kamen danach zwei weitere Autos von der Straße ab.

Laut Polizeibericht waren die Autofahrer deutlich zu schnell auf der glatten Straße unterwegs.


Schneeverwehungen stoppen Züge südlich von Grimmen 

Eisiger Wind und Schneeverwehungen haben den Bahnverkehr auf der Regionallinie zwischen Neubrandenburg und Stralsund gestoppt. Seit dem Morgen wurde deswegen ein Schienenersatzverkehr mit Bussen zwischen Grimmen im Landkreis Vorpommern-Rügen und Sternfeld bei Demmin (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) eingerichtet, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn AG in Berlin. Grund seien Schneeverwehungen bis zu eineinhalb Metern Höhe. Reisende müssten mit „erheblichen Verspätungen“ rechnen.

Auf dieser Strecke fahren die Deutsche Bahn AG und die Züge der Ostseeland Verkehr GmbH. In Nordwestmecklenburg, wo es am Morgen außerdem zu starkem Schneefall kam, gibt es laut Bahn bisher keine Probleme.

Bis zu 20 Zentimeter Schnee

Nach Angaben des Deutsche Wetterdienstes hält der starke Wind vor allem an der Ostsee mindestens bis zum Dienstag an. Insgesamt rechnen die Wetterexperten an manchen Orten mit einer Schneedecke von bis zu 20 Zentimetern.