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Übersicht Schiffsunfälle vor der Ostseeküste

Von Redaktion svz.de | 09.02.2010, 04:01 Uhr

7.

November 1999: Der unter maltesischer Flagge fahrende, 224 Meter lange Frachter "Kavako" verlässt auf dem Weg nach Swinoujscie (Polen) - offenbar um abzukürzen - die Fahrrinne und fährt auf eine Sandbank in der Pommerschen Bucht auf. Erst eine Woche später kann das mit 64 000 Tonnen Erz beladene Schiff freigeschleppt werden.

20. November 1999: Der Öltanker "Highland Faith" läuft südlich von Gedser (Dänemark) auf Grund. Das mit 60 000 Tonnen Öl beladene Schiff kommt 14 Stunden später bei steigendem Wasserpegel aus eigener Kraft wieder frei. Im Falle eines Ölaustritts wäre nach Auskunft des Seewetterdienstes vor allem die Lübecker Bucht gefährdet gewesen.

4. Februar 2000: Das niederländische Küstenmotorschiff "Holland" läuft zwischen Hiddensee und Bug auf Grund. Das unbeladene Schiff blockiert für mehrere Stunden den Fährverkehr zwischen Rügen und Hiddensee, kommt aber schließlich selbst wieder frei.

6. März 2000: In der Kadetrinne läuft der unter Bahama-Flagge fahrende Tanker "Clement" fest. An Bord befinden sich 55 000 Tonnen Öl. 33 Stunden später gelingt es zwei Schleppern, das unbeschädigte Schiff wieder ins freie Fahrwasser zu ziehen.

9. Oktober 2000: Der 230 Meter lange zypriotische Kohlefrachter "Stone Topaz" läuft in der Kadetrinne auf Grund. Das von Polen nach Italien fahrende Schiff kann einen Tag wieder freigeschleppt werden. Öl trat nicht aus.

27. Januar 2001: In der Kadetrinne läuft der mit 30 000 Tonnen Pottasche beladene chinesische Frachter "Friendly Ocean" auf Grund. Stunden später kann er wieder freigeschleppt werden.

16. Februar 2001: Zehn Seemeilen nördlich von Hiddensee rammt der maltesische Frachter "Maria" bei schlechter Sicht den russischen Tanker "Lena Neft". Das 123 Meter lange Tankschiff, nur mit Ballastwasser beladen, wird seitlich beschädigt. Einen Tag später nimmt der Havarist Kurs zur Reparatur nach Riga.

29. März 2001: 13 Seemeilen vor Mecklenburg-Vorpommern kollidiert der zypriotische Zuckerfrachter "Tern" mit dem 182 Meter langen Tanker "Baltic Carrier". Das 33 000 Tonnen Öl befördernde Schiff verliert 1900 Tonnen Schweröl. Ein Ölteppich treibt der dänischen Küste entgegen.

1. Juli 2001: Eine Ostseefähre gerät vor Rügen in Brand. Die "Sassnitz" ist völlig manövrierunfähig und muss abgeschleppt werden. Niemand wird verletzt. Als Ursache wird eine defekte Ölleitung ermittelt. Der Besatzung der Scandlines-Fähre wird später vorbildliches Unfallmanagment bescheinigt.

5. Juli 2001: Nur wenige Tage später schlagen auch auf dem Ersatzschiff "Rügen" die Flammen hoch. Der Maschinenraum wird sofort evakuiert und mit einem Löschmittel vollgepumpt. Passagiere und Besatzung kommen mit dem Schrecken davon, zwei Crewmitglieder werden wegen Rauchgasvergiftung behandelt.

29. Mai 2007: Nach einem Ladungsverlust eines Schleppverbandes kollidiert das finnische Kreuzfahrtschiff „Kristina Regina“ mit 660 Passagieren an Bord in der Kadetrinne mit schwimmenden Holzstämmen und wird beschädigt.

15. November 2007: Das russische Küstenmotorschiff „Ladoga-3“ läuft 2,5 Seemeilen nördlich von Ahrenshoop auf Grund. Bei dem Kapitän des 78 Meter langen Schiffs wurde ein Atemalkoholwert von 2,56 Promille gemessen. Erst das Mehrzwecksschiff „Arkona“ und der Schlepper „Fairplay 26“ können den Havaristen zwei Tage später bergen.