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Verband aus MV Schaf- und Ziegenhalter fordern Schlachtmöglichkeit im Nordosten

Von Winfried Wagner | 02.08.2019, 08:42 Uhr

Der Landesschaf- und Ziegenzuchtverband pocht auf eine schnelle Lösung.

Neben den Schweinehaltern fordern auch die Schaf- und Ziegenhalter möglichst schnell wieder eine Schlachtmöglichkeit in Mecklenburg-Vorpommern. Der einzige Großschlachthof im Nordosten - die Danish Crown Teterower Fleisch GmbH - habe die Verarbeitung dieser Tiere schon 2018 eingestellt, teilte der Landesschaf- und Ziegenzuchtverband am Freitag in Karow mit. Seither müssen Schafe, Ziegen und Lämmer zur Schlachtung nach Luckenwalde in Brandenburg, Berlin oder Husum in Schleswig-Holstein gefahren werden. Danish Crown hatte nun angekündigt, auch die Schweineschlachtung in Teterow Ende August einzustellen und nur noch Rinder dort zu verarbeiten.

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Transportwege widersprächen Tierwohl

"Es ist widersinnig, wenn eine positive Ökobilanz durch lange Transportwege konterkariert wird", erklärte Jürgen Lückhoff als Vorsitzender des Landesschaf- und Ziegenzuchtverbandes. Die Tiere leisteten mit dem Grasen auf Grünland einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt in der Natur und zum Klimaschutz. Die langen Transportwege widersprächen zudem den Bemühungen um mehr Tierwohl.

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Wichtig sei dabei, dass ein neuer Schlachthof oder eine andere Schlachtmöglichkeit in Mecklenburg-Vorpommern auch eine  EU-Zertifizierung bekomme, mit der die Schlachtung nach Bio-Richtlinien möglich ist.

Im Nordosten gibt es rund 450 Schafhalter mit etwa 70 000 Mutterschafen. Dazu kommen zur Lammzeit noch einmal etwa 70 000 Lämmer sowie rund 5000 Ziegen.