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Gemeinde Leezen investiert rund 300 000 Euro Rundweg für Radfahrer am Ostufer

Von Werner Mett | 27.09.2011, 12:01 Uhr

Gleich zwei Fliegen mit einer Klappe möchten die Gemeinden im Amt Ostufer Schweriner See schlagen: Leezen, Langen Brütz, Gneven und Godern bemühen sich seit Jahren darum, dass neben den Kreisstraßen auch ein Radweg errichtet wird.

Gleich zwei Fliegen mit einer Klappe möchten die Gemeinden im Amt Ostufer Schweriner See schlagen: Leezen, Langen Brütz, Gneven und Godern bemühen sich seit Jahren darum, dass neben den Kreisstraßen, die durch ihre Dörfer führen, auch ein Radweg errichtet wird. Sie versprechen sich davon mehr Sicherheit für Radfahrer und mehr Touristen in der Region. Schließlich gibt es mit dem Golfplatz, der Reitanlage und der Kanustation in Vorbeck sowie den Lehrpfaden in Kritzow und Godern, dem Waldglasmuseum Langen Brütz und den Badeanstalten von Godern und Langen Brütz ein hohes touristisches Potenzial abseits der Landesstraße, die über einen gut ausgebauten Radweg verfügt.

Die Gemeinde Leezen ist nun die erste, die ihren Teilabschnitt für diesen angedachten Rundkurs herrichten lässt. In Richtung Langen Brütz entsteht auf rund 1,4 Kilometern die zwei Meter breite Asphaltbahn für Radfahrer. Kostenpunkt 300 000 Euro. Die Gemeinde erhält aber gut die Hälfte davon aus Fördertöpfen. Die Bauarbeiter der Firma Matthäi haben sich zudem mächtig ins Zeug gelegt und das gute Spätsommerwetter nach der Ernte ausgenutzt. Die Tief- und Asphaltarbeiten sind bereits erledigt. Nun werden die Bankette hergerichtet, ein Regenwassergraben angelegt. Der geplanten Radtour zur Einweihung Ende Oktober scheint nichts im Wege zu stehen. Der Radweg zwischen Langen Brütz und Leezen verläuft aber nicht immer direkt an der Kreisstraße. Am Ortsausgang von Leezen und auch vor Langen Brütz müssen die Radfahrer kleine Schlenker fahren. "Das Radweg endet an der Einfahrt des Pohlseeweges", erläutert Frank Bierbrauer-Murken von der Amtsverwaltung in Rampe. Dieser führt direkt zur Langen Brützer Badestelle am Cambser See - und musste nicht hergerichtet werden. Durch diese Trasse sei nicht nur bei den Kosten gespart worden, sondern auch beim Flächenverbrauch, betont Bierbrauer-Murken.

Leezen ist damit die erste von vier beteiligten Gemeinden, die ihren Teil am Rad wege projekt umgesetzt. Auch Godern, jetzt Gemeinde Pinnow, folgt bald. Hier geht es "lediglich" um den Ausbau des Radweges in Godern, denn von der Landesstraße bei Raben Steinfeld kommend führt bereits ein Radweg zum Pinnower See.

Die Gemeinde Gneven will bei ihrem Anteil gemeinsame Sache mit dem Landkreis machen. Denn hier muss auch die Kreisstraße selbst saniert und ausgebaut werden. "Dann können wir auch den Radweg in einem Zuge mitbauen", betont Bierbrauer-Murken. Deshalb hat hier der Kreis die Planungshoheit übernommen.

Die Langen Brützer müssen ebenfalls auf ein Kreisprojekt warten. Aber noch im Herbst soll der Neubau der Straßenbrücke über die Warnow zwischen Kritzow und Langen Brütz beginnen, berichtet Bierbrauer-Murken. "Danach kann sich die Gemeinde konkret mit dem Radwegebau befassen." Es herrscht aber weiterhin Einigkeit in allen vier beteiligten Gemeinden, dass dieser Radweg als wichtiges Infrastrukturprojekt errichtet wird.