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Investor muss neuen Amtsentscheid abwarten Ruhe im Hähnchenstall

Von dpa | 26.11.2012, 06:02 Uhr

Die umstrittene Hähnchenmastanlage in Gallin-Kuppentin (Landkreis Ludwigslust-Parchim) steht nach einem Entscheid des Oberverwaltungsgerichts Greifswald über eine Klage des Bundes für Umwelt und Natur (BUND) leer.

Die umstrittene Hähnchenmastanlage in Gallin-Kuppentin (Landkreis Ludwigslust-Parchim) steht nach einem Entscheid des Oberverwaltungsgerichts Greifswald über eine Klage des Bundes für Umwelt und Natur (BUND) leer. Das Gericht beanstandet, dass eine Verträglichkeitsprüfung für das angrenzende FFH-(Flora Fauna Habitat)-Gebiet nicht erfolgt ist. Es geht dabei vor allem um Stickstoffeinträge aus den beiden neu errichteten Ställen mit je 51 000 Mastplätzen in das europäische Naturschutzgebiet "Alte Elde", sagte OVG-Vizepräsident Michael Sauthoff. Belastungen wurden in einer Vorprüfung ausgeschlossen. Dabei sei aber der bestehende Stall mit 29 500 Plätzen nicht berücksichtigt worden. Gegen die Entscheidung können keine Rechtsmittel eingelegt werden, so Sauthoff. Das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt (StALU ) entscheiden, ob eine FFH-Verträglichkeitsprüfung nachgeholt wird oder ob von einer förmlichen Prüfung abgesehen werden könne.

Investor Andreas Brosseit erklärte auf Anfrage, der Spruch des OVG sei für ihn überraschend gekommen. Das StALU in Schwerin hatte die Erweiterung der Anlage im Mai 2011 genehmigt. Er habe 1,5 Millionen Euro investiert. Bislang seien lediglich in zwei Durchgängen Hähnchen gemästet worden.