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Übersicht Rostock stürzt nach 2:5 ab - Sebastian verletzt

Von Redaktion svz.de | 20.09.2009, 05:59 Uhr

Der FC Hansa Rostock stürzt in der 2.

Fußball- Bundesliga immer weiter ab. Nach einem 2:5 (1:2)-Debakel am Sonntag beim FC Augsburg und der vierten Saisonniederlage trennt die Hanseaten nur noch ein Platz von den Abstiegsrängen. Für die Augsburger trafen vor 15 241 Zuschauern Ibrahim Traore (3.), Michael Thurk mit einem Doppelpack (22./65.) sowie Stefan Buck (75.) und Daniel Brinkmann (86.). Dem hatten die Gäste lediglich Treffer von Marcel Schied (43.) und Tobias Jänicke (70.) entgegenzusetzen.

Trotz einer über weite Strecken ansehnlichen Leistung waren die Rostocker einmal mehr nur Punktelieferant. Die Mannschaft von Trainer Andreas Zachhuber war in der Offensive harmlos und in der Abwehr zu anfällig. Selbst beste Möglichkeiten nutzen die Rostocker nicht zu Treffern. „Wir müssen es einfach lernen, unsere Chancen rein zu machen“, lautete das wiederholte Fazit des Trainers, der aber die spielerische Steigerung im Vergleich zum 2:1-Erfolg vor Wochenfrist gegen TuS Koblenz lobte.

Von den Platzherren bekamen die Hanseaten eine Lehrstunde in Sachen Effektivität erteilt. Achtmal visierten sie das Tor von Rostocks Schlussmann Alexander Walke an, fünfmal musste der Neuzugang ohne eigene Schuld hinter sich greifen. Ein ums andere Mal sahen dabei die Defensivkräfte Bastian Oczipka, Kevin Schöneberg, Zweitliga-Debütant Stephan Gusche und Kai Bülow blass aus.

Pech hatten die Gäste zudem, dass der erfahrene Tim Sebastian schon in der 25. Minute vom Feld musste. Der 25-Jährige konnte nach einem Ellenbogencheck von Augsburgs Imre Szabics ins Gesicht nicht weiterspielen und wurde stark blutend vom Feld geführt. Eine erste Diagnose ergab einen Nasenbeinbruch. Weitere Untersuchungen sollen an diesem Montag in Rostock folgen. Der Abwehrspieler, für den Neuling Gusche ins Spiel kam, reiste nicht mit der Mannschaft zurück, sondern wurde mit dem Auto von Augsburg nach Hause gefahren. Ob Sebastian am kommenden Sonntag zu Hause gegen die SpVgg Greuther Fürth auflaufen kann, ist unklar.

Zur gehandicapten Abwehr gesellte sich eine eklatante Schwäche bei der Chancenverwertung. Allein Torschütze Schied scheiterte vor seinem Anschlusstreffer zum 1:2 dreimal in aussichtsreicher Position. Dabei waren die Rostocker spielerisch überlegen, konnten daraus jedoch kein Kapital schlagen. Selbst zahlreiche Unsicherheiten von Augsburgs Torhüter Simon Jentzsch blieben ungenutzt.

Ganz anders agierten die Augsburger, die den ersten Sieg in der neuen Impuls-Arena feierten. Der starke Franzose Traore sorgte für viel Wirbel, erzielte das erste Tor selbst und bereitete das 2:0 vor. Zudem war Doppeltorschütze Thurk ein ständiger Unruheherd vor dem Rostocker Tor.