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Unbemannte Flugsysteme Rettung aus Seenot: „Möwen“ sollen helfen

Von Birgit Sander | 22.11.2019, 12:10 Uhr

Bei der Suche und Rettung von Menschen in Seenot sollen künftig unbemannte Flugsysteme helfen.

Bei der Suche und Rettung von Menschen in Seenot sollen künftig unbemannte Flugsysteme helfen. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat ein solches Gerät entwickelt und vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns erfolgreich getestet, wie das Verkehrsministerium am Freitag mitteilte. Es sei zwischen August und Oktober dieses Jahres über der Ostsee nördlich von Ribnitz-Damgarten sowie zwischen den Inseln Rügen und Usedom erprobt worden, sagte Verkehrsminister Christian Pegel (SPD).

Zusätzliche Kommunikation über die „Larus“

Das 25 Kilogramm schwere automatische Flugzeug ist demnach in einem dreijährigen Forschungsprojekt der DGzRS unter dem Namen „Larus“ (Möwe) entwickelt worden. Das Bundesforschungsministerium fördert das Projekt mit 2,8 Millionen Euro. Bei den Tests in der Ostsee hatte das Fluggerät die Aufgabe, einen Dummy aufzuspüren. Die Rettung an sich werde auch künftig durch Menschen in Seenotrettungskreuzern und Hubschraubern erfolgen. Unbemannte Luftfahrtsysteme können aber laut Ministerium zusätzliche Kommunikationskapazitäten schaffen und zum Beispiel aktuelle Lagebilder liefern.

Für Pegel ist es zudem ein schöner Nachweis, dass Mecklenburg-Vorpommern zügig die Rahmenbedingungen für Testläufe innovativer Entwicklungen schaffen kann. „Ich baue darauf, dass weitere Entwickler in den verschiedensten Bereichen dieses Potenzial unseres Bundeslands erkennen und nutzen.“