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Corona-Krise Reisen in Europa: Italiens Außenminister spricht sich gegen Einzelabsprachen aus

Von dpa | 18.05.2020, 21:19 Uhr

Italiens Außenminister fordert ein einheitliches Handeln innerhalb Europas.

Der italienische Außenminister Luigi Di Maio hat sich bei einer Videokonferenz mehrerer europäischer Länder gegen Sonderabsprachen für Reiseerleichterungen zwischen einzelnen Regierungen gewandt. Das berichtete die Nachrichtenagentur Ansa am Montag. Bilaterale Abkommen über bestimmte offene Korridore für Touristen würden dem Geist der Europäischen Union widersprechen, habe er argumentiert.

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Der deutsche Außenminister Heiko Maas (SPD) hatte mit Kollegen aus beliebten Urlaubsländern beraten, wie die Reisebeschränkungen wegen der Corona-Pandemie gelockert werden könnten. Ziel des Treffens war ein koordiniertes Vorgehen bei der Öffnung der Grenzen für Touristen. In Deutschland gilt vorerst bis zum 14. Juni eine weltweite Reisewarnung für Urlauber. Maas kündigte nach dem Treffen an, die noch geltende Reisewarnung zunächst nur für die Europäische Union aufheben und durch individuelle Reisehinweise für die einzelnen Länder ersetzen zu wollen. Darin soll dann auf die unterschiedlichen Risiken aufmerksam gemacht werden.

Tourismus als wichtige Einnahmequelle

Italien will die Einreise für Ausländer ab dem 3. Juni wieder erlauben. Manche italienische Regionen fordern sogar eine noch frühere Öffnung des Landes. Der Tourismus ist für Italien eine wichtige Einnahmequelle.