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Dicke Kinder in MV Politiker fordern gesünderes Schulessen

Von Iris Leithold | 21.01.2019, 15:53 Uhr

Politiker verschiedener Parteien im Landtag forderten am Montag deshalb gesünderes Essen in der Schule.

Immer mehr Kinder in Mecklenburg-Vorpommern sind zu dick. Politiker verschiedener Parteien im Landtag forderten am Montag deshalb gesünderes Essen in der Schule. Die Verpflegung sollte nach den Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) gestaltet werden, fordern die Regierungsfraktionen SPD und CDU in einem Antrag für die Landtagssitzung in dieser Woche. Dies solle im Schulgesetz verankert werden. Im Kita-Gesetz ist das bereits so.

Dennoch waren bei den Einschulungsuntersuchungen im vergangenen Schuljahr 13,6 Prozent aller Mädchen und Jungen übergewichtig, wie aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken hervorgeht. Im Schuljahr 2013/14 waren es noch 12,3 Prozent, wie der SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Krüger sagte. Von den Achtklässlern brachten demnach im Schuljahr 2015/16 sogar 24,8 Prozent zu viel auf die Waage.

Ausreichend Zeit für das Mittagessen

Auch die Linke und die Fraktion Freie Wähler/BMV forderten am Montag eine Schulverpflegung nach DGE-Standards. Außerdem müsse den Kindern und Jugendlichen ausreichend Zeit eingeräumt werden, in Ruhe zu Mittag zu essen, sagte die Vorsitzende der Linksfraktion, Simone Oldenburg. Die Freien Wähler/BMV schlugen einen landesweiten Wettbewerb für gesundes Schulessen vor.

Die DGE-Qualitätsstandards für die Schulverpflegung sehen unter anderem Fleisch nur maximal zwei Mal in der Woche vor sowie einmal Seefisch. Täglich sollte es Gemüse geben, dabei mindestens zweimal in der Woche Rohkost oder Salat.