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Keine Wohnungseinbrüche Österreich: Kriminalität wegen Corona-Beschränkungen fast halbiert

Von dpa | 19.05.2020, 17:58 Uhr

Der Grund sind unter anderem die scharfen Ausgangsbeschränkungen in der Alpenrepublik.

Die Kriminalität ist in Österreich im Zuge der Corona-Krise deutlich zurückgegangen. Nach Angaben des Innenministeriums ist die Zahl der angezeigten Straftaten zwischen dem 16. März und Anfang Mai um rund 46 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Allerdings habe es deutliche Verschiebungen von der Straßen-, Einbruchs- und Raubkriminalität hin zur Internetkriminalität gegeben, erklärte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) am Dienstag in Wien. "Und sehr genau hinschauen mussten und müssen wir, wie sich das Thema häusliche Gewalt weiterentwickelt."

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Franz Lang vom österreichischen Bundeskriminalamt sagte, dass es während der strengen Ausgangsbeschränkungen Tage ohne jeden Wohnungseinbruch in der Alpenrepublik gegeben habe. "Das war zuvor seit der Aufzeichnung der Kriminalitätsstatistik überhaupt noch nicht der Fall", so Lang. Der Drogenhandel habe sich derweil eindeutig ins Internet verlagert, da der Verkauf auf der Straße durch die Ausgangsbeschränkungen stark erschwert wurde. Seitdem die Anti-Corona-Maßnahmen gelockert werden, sei bereits wieder ein Anstieg etwa bei Taschen- und Ladendiebstählen zu verzeichnen.

Scharfe Ausgangsbeschränkungen

Österreich hatte Mitte März scharfe Ausgangsbeschränkungen eingeführt, die seit Ostern stetig gelockert wurden. Inzwischen dürfen sämtliche Geschäfte wieder öffnen, auch die Lokale und Restaurants dürfen wieder Gäste bewirten. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus lag zuletzt stets unter 100, aktuell an Covid-19 erkrankt sind rund 1000 Menschen.

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