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Rostock/Greifswald/Neubrandenburg Nur vereinzelt Mai-Demonstrationen in Mecklenburg-Vorpommern

Von Carlotta Kurth | 01.05.2020, 15:32 Uhr

Durch die Corona-Einschränkungen kommen deutlich weniger Teilnehmer als in den vergangenen Jahren zu den Versammlungen.

Die Demonstrationen am Tag der Arbeit finden in Mecklenburg-Vorpommern dieses Jahr nur vereinzelt und fast ausschließlich in kleinem Umfang statt. Lediglich in Greifswald hatte die Polizei am Nachmittag einen größeren Aufzug von etwa 150 Menschen erwartet, wie sie am Freitag mitteilte. Von 15 Uhr an wollten Demonstranten sich über eine Strecke von ungefähr sechs Kilometern vom Südbahnhof in Richtung Europakreuzung bewegen. Auf dem Platz der Freiheit war eine Abschlusskundgebung geplant.

Nur kleine Gruppen demonstrieren

In anderen Regionen in Mecklenburg-Vorpommern verläuft der 1. Mai nach Angaben der Polizei zunächst ruhig. Nur vereinzelt und mit wenigen Teilnehmern fänden sich Menschen auf der Straße zu Kundgebungen und Versammlungen ein, wie beispielsweise in Rostock, Neubrandenburg und Stralsund. „Man kann das eigentlich kaum Demonstrationen nennen, was dort stattfindet, da sind teilweise nur sieben oder acht Leute auf der Straße“, sagte ein Polizeisprecher in Neubrandenburg.

Gastronomen und Hoteliers auf der Straße

In Waren (Müritz) im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte demonstrierten am Morgen knapp 50 Mitglieder des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands(Dehoga) für die Wiedereröffnung des Gaststättengewerbes. Auch in Bergen und Binz auf Rügen hätten Aktionen stattgefunden, um auf die kritische Situation des Gastgewerbes und der Tourismusbranche in Zeiten der Coronakrise aufmerksam zu machen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) demonstrierte am Freitag hingegen digital mit einer Livesendung auf seinen Webseiten, Facebook und Youtube.

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