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Das Wetter und seine Folgen Nichts geht mehr - Land in Eisstarre

Von zvs/dpa | 23.12.2010, 06:17 Uhr

Schneefall und Eisglätte haben gestern in MV den Verkehr beeinträchtigt. Im östlichen Landesteil sorgte gefrierender Schneeregen für extrem glatte Straßen und Gehwege. Bei Unfällen wurden mehrere Menschen verletzt.

Schneefall und Eisglätte haben gestern in Mecklenburg-Vorpommern den Verkehr beeinträchtigt. Im östlichen Landesteil sorgte gefrierender Schneeregen für extrem glatte Straßen und Gehwege. Bei Unfällen wurden mehrere Menschen verletzt. Während der Verkehr trotz örtlicher Einschränkungen auf den Hauptstraßen insgesamt rollte, gab es auf Nebenstrecken immer wieder Behinderungen. Der Winterdienst war pausenlos im Einsatz.

Angesichts der angespannten Witterungslage hielt sich die Zahl der Unfälle in Grenzen. Die Autofahrer hätten sich insgesamt auf die Wetterbedingungen eingestellt, hieß es aus den Polizeidirektionen.

Wegen der Ferien sei das Verkehrsaufkommen weniger stark als sonst gewesen. Viele hätten wegen des Wetters auch auf die Fahrt mit dem Auto verzichtet. Ein Sprecher des Lagezen trums mahnte Autofahrer und Fußgänger vor allem im Osten des Landes wegen Eisregens zu erhöhter Vorsicht. Der Deutsche Wetterdienst gab zwischenzeitlich eine Unwetterwarnung für die Landkreise Mecklenburg-Strelitz, Müritz, Uecker-Randow und die Stadt Neubrandenburg heraus. Weitere Schneefälle werden erwartet.

Bei einem Verkehrsunfall auf der B 109 bei Auerose (Landkreis Ostvorpommern) wurden zwei Menschen verletzt, als ein Lkw aus Polen auf glatter Fahrbahn ins Schleudern geraten und mit einem entgegenkommenden Wagen kollidiert war. Ein Pkw-Insasse musste aufgrund seiner Verletzungen mit einem Hubschrauber ins Greifswalder Klinikum geflogen werden. Der zweite Autoinsasse wurde leicht verletzt. Die Polizeidirektion Neubrandenburg registrierte trotz teilweise spiegelglatter Straßen bis zum Mittag vier Glätteunfälle.

Die A 20 wurde in Höhe Brohmer Berge zeitweise gesperrt, weil sich dort ein Lkw quer gestellt hatte. In Teilen Nordvorpommerns und auf der Insel Rügen führte Schneefall ebenfalls zu Straßenglätte. Vereinzelt kam es auch zu Schneeverwehungen. Einige Autofahrer blieben am Morgen stecken. Bei der Stralsunder Polizeidirektion gingen bis zum Mittag fünf Unfallmeldungen ein.

In Westmecklenburg gab es mehr als 30 Unfälle, fünf Menschen wurden dabei verletzt. Auf der A 24 bei Hagenow rutschte ein Wagen in die Leitplanke. Zwischen Parchim und Suckow kam ein Transporter von der Autobahn ab und kippte auf die Seite. Ein Insasse erlitt schwere Verletzungen.

Am Tag vor Heiligabend ist der Bahnverkehr im Norden am Vormittag zunächst ohne Probleme angelaufen. Fernzüge waren maximal eine halbe Stunde verspätet, sagte eine Sprecherin am Donnerstag. Bereits ab Mittag rechne die Bahn mit einem ersten Ansturm von Reisenden. "Heute ist Großkampftag. Spätestens am Nachmittag, wenn die Leute von der Arbeit kommen, dürften die Züge voll werden." Auch neuer Schneefall in Norddeutschland könnte Probleme bereiten: "Wir rechnen an den Weihnachtstagen mit Verspätungen, wenn sich das Wetter weiter verschlechtert.