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Hausdurchsuchungen in vier Bundesländern Razzia gegen rechtsextreme Hooligans

Von mma und dpa | 10.04.2019, 09:13 Uhr

Bei einer Razzia gegen mutmaßliche Rechtsextremisten hat die Polizei mehr als 30 Objekte durchsucht.

Die Brandenburger Polizei bestätigte am Mittwochmorgen Durchsuchungen in Brandenburg, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen. Festnahmen gab es nach Angaben eines Sprechers zunächst nicht.

Laut einem Bericht des "rbb" gab es Durchsuchungen von Ladengeschäften und Wohnungen im brandenburgischen Cottbus, in Frankfurt (Oder), in Hennigsdorf (Oberhavel) und Kolkwitz (Spree-Neiße), im sächsischen Görlitz und in Kühlungsborn in Mecklenburg-Vorpommern.

Der Verdacht lautet den Angaben zufolge auf Bildung einer kriminellen Vereinigung und richtet sich gegen etwa 20 Personen aus der Hooligan-, Kampfsport- und rechtsextremen Szene. "Grundlage sind Durchsuchungsbeschlüsse des Amtsgerichts Cottbus", sagte der Sprecher. Der Einsatz konzentrierte sich demnach auf den Raum Cottbus in Brandenburg. In den übrigen Bundesländern seien Einzelobjekte durchsucht worden. Laut "rbb" seien auch Ausschreitungen von Rechten in Chemnitz auf dieses Netzwerk zurückzuführen. Der Einsatz war am Mittwochmorgen noch nicht abgeschlossen.

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