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Erinnerungen an 2015 Nach Vogelgrippe-Fall bereiten sich Zoos auf Infektion vor

Von Joachim Mangler | 22.01.2020, 07:54 Uhr

Erstmals wurde 2020 das Vogelgrippe-Virus in Deutschland nachgewiesen. Die Zoos treffen Vorbereitungen, um möglichst viel Schaden abzuwenden.

Nach dem ersten bestätigten Vogelgrippe-Fall der Saison in Deutschland haben die Tierparks in Mecklenburg-Vorpommern Vorkehrungen zur Vermeidung von Schäden getroffen. „Etwa 20 Enten sind in überdachte Anlagen gebracht worden“, sagte die Sprecherin des Vogelparks Marlow, Franzi Haase, der Deutschen Presse-Agentur.

Virus kommt oft von oben

Meist komme das Virus durch den Kot anderer Vögel von oben in die Gehege. Alle anderen Vögel lebten noch in ihrer vertrauten Umgebung. Auch aus der Großanlage „Vorpommersche Boddenlandschaft“ seien keine Vögel genommen worden, dafür lebten dort mit Fasanen und Rebhühnern sogenannte Sentineltiere. Mit ihnen könne es gelingen, in Beständen einen Erreger nachzuweisen, bevor andere Tiere infiziert seien.

Nach mehreren Infektionsfällen in Polen war zu Wochenbeginn das Virus bei einer Wildgans im südbrandenburgischen Kreis Spree-Neiße nachgewiesen worden.

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„Sind noch relativ entspannt“

„Wir fangen grundsätzlich jedes Jahr schon im Herbst an, uns mit der Vogelgrippe zu beschäftigen“, sagte die Kuratorin des Rostocker Zoos, Antje Angeli. Gleichzeitig werde ein Aufstallkonzept für einen harten Winter und die Vogelgrippe erstellt. Zusätzlich gebe es seit langem einen Tierseuchen-Alarmplan, der jährlich aktualisiert werde. Dieser beinhalte auch eine Inventur von Bio-Sicherheitsmaterialien wie Seuchenmatten, Planen zum Abdecken von Volieren oder Spezialkleidung für Mitarbeiter. „Wir sind noch relativ entspannt“, sagte Angeli. Allerdings werde die Lage genau beobachtet.

Im Januar 2015 wurde der Rostocker Zoo für einige Tage geschlossen, nachdem bei einem Weißstorch das Vogelgrippe-Virus nachgewiesen wurde. Insgesamt verlor der Zoo 60 Vögel. Landesweit wurde die Zahl der getöteten Zoovögel auf rund 300 geschätzt.

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