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Eilmeldung Nach Absturz von zwei Eurofightern: Feuerwehren teilweise nicht mehr einsatzbereit

Von svz.de | 27.06.2019, 21:20 Uhr

Fahrzeuge und Einsatzkleidung offenbar kontaminiert

Beim Absturz der zwei Eurofighter am vergangenen Montag sind offenbar viel größere Mengen Giftstoffe freigesetzt worden, als bisher bekannt war. Die Flugzeuge bestehen aus Kohlefaserverbundstoffen (CFK), die bei Temperaturen ab 650 Grad Celsius hochgiftige Fasern freisetzen, die als leichte Partikel durch die Luft wirbeln und sich beim einatmen auf den Lungenbläschen festsetzen.

Bundeswehr übernimmt Dekontamination

Mehrere Tage lang war der Gefahrgutzug mit einer Dekon-Strecke vor Ort und hat die Einsatzkräfte dekontaminiert. Heute wurden die Kräfte aus dem Landkreis Müritz von Einsatzkräften der Bundeswehr (ABC-Einheit) aus Höxter abgelöst.

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Aktuelles Update: Feuerwehren in Angst – Was verschweigt die Bundeswehr?

Offenbar herrscht aktuell Unklarheit darüber, inwieweit die Einsatzbekleidungen und Fahrzeuge der Rettungskräfte mit diesen Stoffen kontaminiert sind. Die Feuerwehren, die sich beim Brand der Flugzeuge im Einsatz befanden, ziehen nun die Reissleine. Die Stoffe seien krebserregend und damit, vor allem für die Einsatzkräfte vor Ort, hoch gefährlich. „Die Verschleppung der Fasern muss umgehend unterbunden werden“, heißt es einem Bericht der Bundeswehr.

Reine Vorsichtsmaßnahme

Viele Feuerwehren haben am heutigen Tag damit begonnen, sämtliche Fahrzeuge sowie Einsatzbekleidungen zu sperren. Die Fahrzeuge gelten als nicht einsatzbereit. Aus Feuerwehrkreisen heißt es, es handele sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme.

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