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Achter Tag der Proteste in Frankreich Kind in Pariser Vorstadtzug geboren – Darf es 25 Jahre gratis fahren?

Von dpa | 12.12.2019, 11:56 Uhr

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Kind in einem der Züge zur Welt kommt. Normalerweise dürfen diese dann bis zu ihrem 25. Geburtstag kostenlos mitfahren.

Mitten im Pariser Streikchaos hat eine Frau Berichten zufolge ein Kind in einem Vorstadtzug auf die Welt gebracht. "Sie hatte Schwierigkeiten, sich zu bewegen. Einer unserer Mitarbeiter vor Ort riet ihr, nicht mit dem Zug zu fahren, aber sie bestand darauf", teilte die französische Staatsbahn SNCF der Zeitung "Le Figaro" mit.

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Die Frau sei am Nachmittag am Pariser Bahnhof Gare de Lyon eingestiegen, einige Stationen etwas außerhalb der Stadt sei ihre Fruchtblase geplatzt. Der Zug hielt an, und die Frau brachte ihr Kind zur Welt, wie die Zeitung weiter berichtete. Mutter und Kind ginge es gut. Dass Kinder in den Zügen des Pariser Nahverkehrsnetzes geboren werden, kommt immer wieder vor. In der Regel können diese dann bis zu ihrem 25. Geburtstag kostenlos mit den Zügen in der Hauptstadt fahren.

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Es passiert immer wieder, dass Kinder in Verkehrsmitteln zur Welt kommen. Erst im Februar wurde ein kleiner Junge irgendwo zwischen Puerto Rico und Florida geboren – in einem Flugzeug der Airline Jetblue. Ob das Baby zukünftig umsonst fliegen darf, ist nicht überliefert. Aber der Flieger soll zukünftig den Namen des Kleinen tragen.

Derzeit herrscht in Paris wegen des Streiks gegen die Rentenreform Verkehrschaos – zahlreiche Züge fallen aus, etliche Metrolinien werden nicht bedient. Die Störungen dauern seit einer Woche an und zehren an den Kräften der Pariser. Auch für Donnerstag, den achten Tag der Proteste, sind wieder starke Einschränkungen im Zugverkehr angekündigt. In Paris sollen zehn U-Bahnlinien gesperrt bleiben.