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Rögnitz /Zarrentin: Zentraler Infopunkt für Schaalseeregion zahlt sich aus Mit Service bei den Urlaubern punkten

Von Volker Bohlmann | 24.10.2011, 11:25 Uhr

Das kleine Geschäft mit Infopunkt zur Schaalseeregion ist längst die erste Adresse für Urlauber. Nirgendwo sonst gelingt auf wenigen Quadratmetern eine kulinarische Entdeckungsreise.

Von Massentourismus und Hotels ist und bleibt die Schaalseeregion weit entfernt. Dennoch gewinnt der Landstrich zwischen den Autobahnen A 24 im Süden und der A 20 nördlich von Utecht und Schattin Jahr für Jahr an Bedeutung. Und die, die sich für einen aktiven und naturnahen Wochenend- bzw. Jahresurlaub entschließen, kennt Viola Wicht. Zumindest einige. Die junge Frau berät Durchreisende und Quartiersuchende im Regionalwarenladen Zarrentin. "Erst heute waren zwei junge Männer vor Ort, schauten, probierten und erkundigten sich nach den Adressen der Produzenten von Regionalwaren", sagt Wicht. Es sind Besucher aus der Region, dem Großraum Hamburg und Berlin, die abseits von Trubel und Hektik Entspannung suchen und finden.

Das kleine farbenfroh gestaltete Geschäft mit Infopunkt zur Schaalseeregion ist dabei längst die erste Adresse für Urlauber. Nirgendwo sonst gelingt auf wenigen Quadratmetern eine kulinarische Entdeckungsreise: Käse in Variationen von Schaf, Kuh und Ziege, Wurstspezialitäten vom Wild, Liköre, Bioweine, Schokolade.

Regionalwarenladen-Inhaberin Ute Rohrbeck gibt sich nach den ersten sechs Monaten zufrieden: "Das Geschäft hat kein Defizit eingefahren, mehr als 50000 Besucher fanden uns im Internet auf der Suche nach Infos zur Region." Somit entwickelt sich der Servicepunkt am südlichen Eingangstor zur Schaalseeregion nach und nach zum wichtigen Bindeglied zwischen Urlaubern, Inhabern von Ferienwohnungen und Produzenten von Bioprodukten. Die aktuelle Kartei zählt 20 Produzenten und mehr als 100 Anbieter von Ferienwohnungen. "Es können mehr werden. Jeder kann bei uns sich kostenlos über das Internet bewerben oder über uns die Ferienwohnungen vermitteln lassen", sagt Rohrbeck. Service sei der Schlüssel zum Erfolg. Ein erster Test wurde gleich nach der Eröffnung im Frühjahr mit Bravour bestanden. Rohrbeck erzählt von einer Fahrradtruppe, die zur Ladenschlusszeit mit zirka 20 Teilnehmern vor dem Geschäft standen. "Zur Freude der Reisenden haben wir es geschafft, alle unterzubringen", so die Rögnitzerin. Netzwerkarbeit, von der die Region profitiert und die Individualtouristen erfreut. Vor allem finden die Besucher zurück in die Zarrentiner Hauptstraße. In den Regionalwarenladen und bereichern durch ihren Einkauf gern mit den erhältlichen Bioprodukten die Speisekarte. Selbst spontane Fahrradtouren lassen sich dank der Kooperation mit einem regionalen Anbieter realisieren. "Ein Anruf reicht und 50 Räder stehen vor der Tür", so Rohrbeck. Angebote, die auch im Winterhalbjahr bereitstehen. Folglich gibt es Informationen vor Ort, ist der Regionalwarenladen freitags, sonnabends, sonntags bis 18 Uhr geöffnet.

Wenn Ende Oktober die letzten Feriengäste in den Großraum Hamburg-Lübeck oder Berlin zurückreisen, beginnen in zahlreichen Unternehmen die Vorbereitungen für die Saison 2012. Neue Karten, Bildangebote, Erinnerungsgeschenke - all dies wird nachgefragt. Von der Stange wollen die Individualtouristen allerdings keine Mitbringsel. Etwas Besonderes darf es schon sein und somit freut sich Ute Rohrbeck auf die kommenden Wochen mit ihren Mitarbeitern die neuen Ideen für die Schaalseeurlauber umzusetzen.