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Gadebusch/Grevesmühlen Metropolregion nimmt Landkreis auf

Von Michael Schmidt | 13.09.2011, 10:40 Uhr

Nach jahrelangen Bemühungen steht der Landkreis NWM unmittelbar vor der Aufnahme in die Metropolregion Hamburg.

Nach jahrelangen Bemühungen steht der Landkreis Nordwestmecklenburg unmittelbar vor der Aufnahme in die Metropolregion Hamburg (MRH). Der so genannte Lenkungsausschuss der Metropolregion stimmte jetzt der Aufnahme Nordwestmecklenburgs zu. Gleiches gilt für die Kreise Ludwigslust, Ostholstein sowie die Städte Lübeck und Neumünster.

Bevor die Erweiterung in Kraft treten kann, muss sie noch durch die Landtage bzw. die Hamburger Bürgerschaft und die Kreistage ratifiziert und der Staatsvertrag der vier beteiligten norddeutschen Bundesländer neu gefasst werden. Der Kreistag Nordwestmecklenburg wird zudem über eine entsprechende Vorlage abstimmen. Nordwestmecklenburgs wieder gewählte Landrätin Birgit Hesse sagte gestern: "Es ist für uns ein toller Erfolg. Mein Dank richtet sich in diesem Zusammenhang an Rolf Christiansen, der uns als Landrat des Landkreises Ludwigslust sehr in unserem Bestreben unterstützt hat. Ich hoffe, dass wir als Region gestärkt und entsprechend Partner auf Augenhöhe werden."

Wenn die Erweiterung der Metropolregion voraussichtlich im Frühjahr 2012 rechtswirksam wird, ist sie flächenmäßig die zweitgrößte in Deutschland nach Berlin-Brandenburg. In ihr sind dann 17 Kreise und Landkreise, zwei kreisfreie Städte und die Freie und Hansestadt Hamburg vertreten. Getragen wird die Kooperation auch von den vier Bundesländern Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern. Sie erstreckt sich auf einer Fläche von rund 26 000 Quadratkilometern, in der über fünf Millionen Einwohner leben.

Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe erhofft sich neue Chancen und die Möglichkeit, die Stärken und Kräfte der Region miteinander zu vernetzen und zu bündeln. "Das ist wichtig, um auf Dauer im nationalen und internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Kleinstaaterei war gestern, heute geht es um Kooperationen zum Wohle der gesamten Region", so Saxe. Er hatte erst vor wenigen Tagen einen Kooperationsvertrag zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit dem Nordwest-Kreis unterzeichnet. "Wir haben lange geglaubt, in Konkurrenz gewinnen zu können. Doch eine Zusammenarbeit ist der richtige Weg", so Saxe.