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4.-7. November größter Jahrmarkt Mecklenburgs in Parchim Martinimarkt: Sicherheit hat Priorität

Von Wolfried Pätzold | 30.10.2011, 04:05 Uhr

Nur noch sechs Mal schlafen und der Spaß kann beginnen. Bei tausenden Martinimarktfans von Rostock bis Wittenberge sowie Plau am See bis Boizenburg steigt die Vorfreude.

Nur noch sechs Mal schlafen und der Spaß kann beginnen. Bei tausenden Martinimarktfans von Rostock bis Wittenberge sowie Plau am See bis Boizenburg steigt die Vorfreude auf Aktion, Spaß, Glühwein und Mandeln sowie Stunden der Entspannung vom Alltagsstress. Hinter den Kulissen wird für ein ungetrübtes Fest der Superlative seit Monaten ernsthaft gearbeitet. "Wir sind auf bis zu Hunderttausend Besucher eingestellt. Da ist vieles zu bedenken. Bei allen Überlegungen spielt die Sicherheit die wichtigste Rolle", sagt Holger Geick, der als Fachgebietsleiter in der Stadtverwaltung als Veranstalter des alljährlichen Martinimarktes verantwortlich zeichnet.

Ihm zur Seite steht in diesem Jahr erstmals Kerstin Ostermann, die als Sachgebietsleiterin für Ordnung und Sicherheit die Pläne für die Einsatzkräfte vorbereitet hat. "Parchim verfügt als Veranstalter des Martinimarktes über langjährige Erfahrungen. Davon kann ich natürlich profitieren. Und doch muss am Sicherheitskonzept immer wieder gefeilt werden. Schließlich sind zahlreiche Einsatzkräfte zu koordinieren", sagt die Fachfrau.

Mit der Bewerbung der Schausteller - in diesem Jahr hatten sich mehr als 450 für den Jahrmarkt in Parchim interessiert von denen 70 den Zuschlag bekamen - sind auch wichtige Dokumente wie beispielsweise die TÜV-Zulassung vorzulegen. Marktmeisterin Gabi Wolff hat die Stellplätze für alle Fahrgeschäfte und Händler konzipiert. Letztendlich wurde dieser beim kreislichen Bauordnungsamt gründlich geprüft, bevor von dort grünes Licht kam. Dabei spielen Sicherheitsabstände, Fluchtwege und Größenangaben der Betreiber eine Rolle. In diesen Tagen muss sich zeigen, ob das Konzept seinen Praxistest besteht.

"Die Infrastruktur des Platzes hat sich stetig verbessert. Dies betrifft die Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung, die Müllentsorgung und auch die Absicherung des Elektroenergiebedarfes", sagt Geick. Ganz nach ihrem neuen Motto "Vertraute Energie" kommt die gesamte Strommenge erstmals von den Parchimer Stadtwerken. Dafür wurden zwei neue Trafos mit einer Gesamtleistung von 1600 KVA am Rande des Festplatzes an der Bergstraße aufgebaut. Mobile Dieselaggregate sind nun nur noch für den Notfall erforderlich. Beim diesjährigen Martinimarkt wird mit einem Stromverbrauch von rund 60 000 KWh gerechnet. "Vor allen am ersten und letzten Martinimarkttag sind wir auf Spitzenwerte eingestellt, da dann auch der übliche Verbrauch hoch ist", so Stadtwerke-Prokurist Joachim Stark. Für die Verteilung des Stroms vor Ort ist die Rostocker Firma EAS und Elektromeister Manfred Stenzel aus Parchim in bewährter Form zuständig.

Mitten in den Trubel werden sich erneut Sicherheitsleute einer privaten Firma aus Rostock. "Sie haben mit Massenveranstaltungen viel Erfahrung und sind auch bei den Spielen von Hansa Rostock im Einsatz", weiß Kerstin Ostermann, die sich trotz der Arbeit eine Fahrt mit dem Riesenrad nicht entgehen lassen will.