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Spenden für den Wünschewagen Manuela Schwesig: „Halten die Menschen zusammen, dann fühlen sie sich wohl“

Von Max-Stefan Koslik | 26.11.2021, 18:32 Uhr

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig ist erneut Schirmherrin unserer Weihnachtsspendenaktion.

Als Schirmherrin begleiten Sie unsere Weihnachtsaktion seit vielen Jahren, seit vier Jahren den Wünschewagen. Sehen Sie diese Leseraktion mit einem neuen Blick, wenn man wie Sie selbst von einer Krankheit betroffen war und dann auch noch mit einem ganzen Land gegen die Corona-Pandemie ankämpfen muss?Manuela Schwesig: Ich denke, wenn man selbst von einer gefährlichen Krankheit betroffen ist und jetzt auch in der Pandemie Verantwortung für ein Bundesland und seine Menschen trägt, dann ist der Blick für diese Spendenaktion noch einmal mehr geschärft. Hier zu helfen und zu unterstützen, ist nicht nur für diejenigen, die einen letzten Wunsch erfüllt haben möchten wichtig, sondern auch für deren Angehörige und Freunde. Jemanden gehen zu lassen, der noch etwas Schönes erleben durfte, das ist ein wichtiges Gefühl für die Hinterbliebenen. Da ist es für mich selbstverständlich, die Schirmherrschaft zu übernehmen.

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Was wünscht man sich, was wünschen Sie sich, für den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft, der ja bei solchen Hilfsaktionen ganz offenbar wird, während es anderswo verloren zu gehen scheint?Für sozialen Zusammenhalt zu sorgen, ist immer ein Schwerpunkt der Landesregierung. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Halten die Menschen zusammen, dann fühlen sie sich wohl. Hilfsbereitschaft und Solidarität sind wichtige Faktoren, um eine demokratische Gesellschaft weiterentwickeln zu können. Und gerade bei uns in Mecklenburg-Vorpommern ist das spürbar. 43 Prozent der Menschen ab 14 Jahren engagieren sich ehrenamtlich, manche mehrfach. Ob Wünschewagen, Feuerwehr, DRK, Tafel, kleine Initiativen oder Nachbarschaftshilfe – alle Ehrenamtlichen sorgen dafür, dass das Leben in den Dörfern und Städten Freude bereitet. Vielen Dank dafür.

Viele Wünsche, die an das ASB-Team herangetragen werden, sind oft dem Umstand geschuldet, dass Familienangehörige mit dem letzten Wunsch überfordert sind, sei es wegen fehlender finanzieller Mitte, sei es, dass sie alleingelassen werden: Ist unsere Gesellschaft tatsächlich schon ausreichend auf den demografischen Wandel vorbereitet?Da sind weitere Anstrengungen erforderlich. Und deshalb haben wir uns im Koalitionsvertrag auch auf Punkte verständigt, die auf dieses Thema eingehen. Wir werden ein Seniorenticket für 365 Euro Jahresbeitrag einführen und das Rufbussystem ausweiten. Gerade in einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern ist es wichtig, dass alle Generationen mobil sein können. Dazu gehört auch ein schnelles Internet landesweit bis hin zur letzten Milchkanne.

Mehr Informationen:
  • Helfen auch Sie, liebe Leserinnen und Leser, letzte Wünsche zu erfüllen.
    Spendenkonto:
    ASB-Landesverband MV e.V.Bank für SozialwirtschaftIBAN: DE82 1002 0500 0001 4951 00BIC: BFSWDE33BERStichwort „Weihnachtsaktion Wünschewagen“ASB-LV Brandenburg e.V.Bank für SozialwirtschaftIBAN: DE49 100 20 50 0000 3545 401BIC: BFSWDE33BERStichwort „Weihnachtsaktion Wünschewagen“Benötigen Sie eine Spendenquittung, schreiben Sie bitte Ihren Namen und Ihre Adresse in die Zeilen für den Verwendungszweck. Hier können Sie letzte Wünsche anmelden:
  • Fahrgäste aus Mecklenburg-Vorpommern: www.wuenschewagen-mv.de
  • Fahrgäste aus Brandenburg: www.asb-lv-bbg.de/wuenschewagen

Sie haben gerade in Schwerin eine neue Regierung gebildet, mit der Sie einen Regierungswechsel vollzogen haben. Was können sie den Bürgern versprechen, die vielleicht Sorge um die Zukunft haben, auch vielleicht um den eigenen Wohlstand?Wir wollen die Wirtschaft stärken, bessere Löhne, gute Bildung, eine intakte Umwelt und natürlich weiter einen guten Zusammenhalt im Land. Das alles sind keine Versprechungen, sondern handfeste Ziele, die harte Arbeit erfordern und geschlossenes Handeln. Das will die neue Landesregierung leisten. Wir sind hochmotiviert das Land voranzubringen.

Hinter Ihnen persönlich liegen drei schwere Jahre mit Krebstherapie, Pandemie, politischem Wahlkampf. Wie werden Sie die Weihnachtszeit verbringen, wo finden Sie Halt und Kraft, dies alles zu bewältigen?Es waren anstrengende und ereignisreiche Jahre. Ich bin gern Ministerpräsidentin und arbeite mit Leidenschaft, damit Mecklenburg-Vorpommern noch attraktiver. Eine feste Stütze ist mir immer meine Familie, mit der ich natürlich Weihnachten verbringen werde. Darauf freue ich mich sehr. Unterstützung habe ich natürlich von meinen Freunden und Wegbegleitern. Und in der Zeit der Krankheit habe ich auch großen Zuspruch aus der Bevölkerung erfahren, was mir sehr geholfen hat.