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Verkehrssicherheit MV Lichtprobleme an jedem dritten Auto

Von ROLL | 12.12.2016, 11:45 Uhr

Autos im Test: Die Fahrzeuge in MV schnitten besonders schlecht ab.

Die Testergebnisse sind alles andere als ein Lichtblick: Mehr als jedes dritte Auto auf den Straßen in Mecklenburg-Vorpommern weist Mängel an der Beleuchtung auf. Das hat die Auswertung des Jubiläums-Licht-Tests „60 Jahre Sicherheit“ ergeben, bei dem im Oktober bundesweit mehrere Millionen Fahrzeuge in Werkstätten, Prüfstellen von Automobilclubs und Überwachungs-Organisationen überprüft wurden. Die Fahrzeuge in MV schnitten besonders schlecht ab: Die Beleuchtungsanlage wurde bei 38,8 Prozent der Autos beanstandet. Im Vergleich zum Bundesdurchschnitt (32 Prozent) eine überdurchschnittlich hohe Mängel-Quote, wie der Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK) mitteilt.

Die häufigsten Mängel entdeckten die Prüfer an den Hauptscheinwerfern. Sie waren entweder defekt oder fehlerhaft justiert. Die Folgen können teuer und gefährlich werden: „Sind die Frontlichter zu hoch eingestellt, können andere Autofahrer geblendet werden“, erklärt Claudia Weiler vom ZDK. Bei zu niedrig eingestellten Scheinwerfern werde dagegen die Fahrbahn nicht richtig ausgeleuchtet. Sind die Scheinwerfer falsch eingestellt, kann es auch bei der jährlichen Hauptuntersuchung Probleme geben. „Dann gibt es keine TÜV-Plakette“, sagt Wolfgang Gramsch von der Dekra-Niederlassung in Rostock. Es werde eine Nachprüfung fällig.

Die Grundausrichtung der Scheinwerfer sollte laut ZDK-Sprecherin Weiler von einem Fachmann vorgenommen werden. Die Autofahrer können aber auch selbst mit einem Handgriff für bessere Sicht sorgen, indem sie die Leuchtweite entsprechend der Last im Auto regulieren. „Bei älteren Fahrzeugen gibt es dafür ein kleines Einstell-Rädchen im Cockpit“, erklärt Dekra-Fachmann Gramsch. Bei neueren Pkw-Modellen würden die Scheinwerfer in der Regel automatisch angepasst.

Übrigens: Wer mit beschmutzten Scheinwerfern fährt, riskiert ein Bußgeld von 20 Euro.