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Rostock: Show begeistert im IGA-Park Lichtklangnacht verzaubert Besucher

Von Maria Pistor | 04.09.2011, 09:55 Uhr

Die Lichtklangnacht ist im Bewusstsein der Rostocker angekommen. Am Sonnabend gab es mit 2600 Zuschauern den Besucherrekord seit Bestehen der Idee.

Das Wochenende hat es gezeigt: Die Lichtklangnacht ist im Bewusstsein der Rostocker angekommen. Während der Start der fünften Auflage am Freitag mit 1500 Gästen etwas verhaltener angelaufen ist, gab es am Sonnabend mit 2600 Zuschauern den Besucherrekord seit Bestehen der Idee von IGA-Geschäftsführer Jörg Vogt. Das traumhafte Wetter hatte natürlich seinen Anteil am Erfolg der von den NNN präsentierten Veranstaltung. Aber dennoch ist er auch ein Verdienst von Regisseur Wolfgang Schmiedt. Dem ist zum fünften Mal ein spannender Mix aus Licht, Theater, Musik, Artistik, Tanz und Show gelungen. 70 Akteure verzauberten das Publikum, darunter Lichtgestalter Henning Streck.

Besucher Zoltan Schutrak aus Erfurt war mit Freundin Mimi Schuster angereist "Das war überwältigend", lautete sein Fazit. "Es ist den Machern gelungen, dass man nicht nur durch Bäume geht, sondern der beleuchtete Park eine einzigartige Kulisse bietet", sagt der pensionierte Lehrer.

Für jeden Besucher hat sich etwas gefunden. Alle Akteure haben Komplimente verdient. Ziemlich oben in der Zuschauergunst lag die Luftartistik mit den Flugträumern auf dem Traditionsschiff. Interessant war auch die Idee, preisgekrönte Filme des Kurzfilmfestivals Fish am Schiffskörper zu zeigen. Hier hat sich ein Nachteil offenbart: Der Ton der Filme und die Musik der Artisten übertönte manchmal das Klavier-Duo Sarah und Susan Wang, das im Kubus vierhändig beeindruckend Mendelssohn-Bartholdys "Sommernachtstraum" dargeboten hat. Passend platziert waren Bobo in White Wooden Houses im Weidendom und Susi Koch mit Andy Fall im Kiesweiher. Dicht gedrängt ging es bei den Darbietungen des Tanztheaters von Bronislav Roznos im Holländischen Garten zu. Im Chinesischen Garten gab es einen interessanten Wechsel zwischen Tumbo Chico und dem Musiktheater des Volkstheaters. Bei der Feuer- und Flamme-Crew von Ronny Bruch war die Seebrücke immer sehr gefüllt. Interessant war die Idee mit dem Hoftheater Hexenkessel im Rhododendronhain. Dass viele Bäume an diesem Abend sprechen konnten, haben sie der Schauspielerin Petra Gorr verdankt, die mit den Sprecherkindern die Aufnahmen erarbeitet hat. Ab und zu gab es kleine stimmungsvolle Details zu sehen: beleuchtete Federn, bunte Tücher und vieles mehr. Das waren Ideen vom Lichtkünstler Bertolomeus alias Bert Preikschat.

Über eine Veränderung sollten die Veranstalter für das nächste Jahr nachdenken. Zu den regulären Tickets müssten Kombi-Karten für beide Tage eingeführt werden. Man braucht ein ziemliches Tempo, um möglichst viel zu sehen. Und das artet dann ein wenig in Stress aus, gerade wenn sich nicht alle Künstler an den Zeitplan halten. Und das ist sicher nicht gewollt.