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Mecklenburg-Vorpommern Leuchert gegen Crone – Stichwahl um Kreisspitze

Von Jens Griesbach | 13.09.2011, 08:25 Uhr

Endspurt für die Kontrahenten um den Posten des Landrats: Kommenden Sonntag werden die Wähler noch einmal an die Urnen gebeten, um in einer Stichwahl endgültig den Landrat für den neu geschaffenen Landkreis Rostock zu bestimmen.

Bei der Wahl am 4. September erreichten weder Thomas Leuchert (SPD) mit 45 Prozent noch Matthias Crone (CDU)mit 27,4 Prozent mehr als die erforderliche Hälfte der gültigen Wählerstimmen. Dennoch lag Leuchert im ersten Wahlgang klar vor seinem Herausforderer Crone. Dementsprechend gestärkt geht der ehemalige Doberaner Landrat in die Stichwahl am Sonntag. Der 57-jährige Leuchert wünscht sich, dass viele Leute ihr Wahlrecht wahrnehmen. „Ich habe mich am 4. September besonders über die 45 Prozent für mich gefreut. Das ist eine Bestätigung meiner Arbeit in den vergangenen Jahren“, unterstreicht Leuchert. Als Schwerpunkte seiner zukünftigen Arbeit als Landrat im Landkreis Rostock sieht er vor allem auch die Unterstützung des Ehrenamtes. „Die ehrenamtliche Arbeit in freiwilligen Feuerwehren, Sportvereinen oder Jugendorganisationen darf nicht abbrechen. Dafür stehe ich mit meiner Arbeit“, sagt er. Weitere Schwerpunkte seien die Haushaltskonsolidierung sowie die Integration der beiden ehemaligen Landkreise in den neuen Großkreis. „Letzteres wird nicht einfach und sicherlich Jahre dauern“, ist der 57-Jährige überzeugt.Unterdessen macht CDU-Mann Matthias Crone im Vorfeld der Stichwahl weiter fleißig Wahlkampf. „Die Termine vor Ort und die Gespräche mit den Bürgern geben mir ein gutes Gefühl für die Stichwahl“, sagt der 53-jährige Jurist. Auch Crone hofft auf eine gute Wahlbeteiligung. „Am 18. September werden die Karten neu gemischt“, gibt er sich kämpferisch. Als künftiger Landrat will der Familienvater vor allem auch die Jugendarbeit auf dem Land in Zusammenarbeit mit den Schulen weiter fördern. „Wichtig ist mir zudem eine gute Balance zwischen dem ländlichen Raum und den Zentren“, sagt er und setzt zugleich auf eine verstärkte Zusammenarbeit mit der Hansestadt Rostock – auf Augenhöhe, betont Crone. „Auch will ich die Stärken der beiden alten Landkreise zusammenführen.“