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Winterakademie für Lehrer in MV Lehren mit digitalen Medien

Von Iris Leithold | 04.02.2019, 15:27 Uhr

Die Winterferien haben in MV begonnen. Dafür drücken jetzt ihre Lehrer die Schulbank - und lernen unter anderem, wie Smartphone, Tablet & Co in der Schule sinnvoll genutzt werden können.

Während die rund 150 000 Schüler der allgemeinbildenden Schulen in Mecklenburg-Vorpommern ihre Winterferien genießen, drücken 860 Lehrer die Schulbank. Seit Montag belegen sie Kurse der dreitägigen Winterakademie, wie das Bildungsministerium in Schwerin mitteilte. Ein Schwerpunkt sei das Lernen mit digitalen Medien. Den Lehrern werde vermittelt, wie sie Tablets und Smartphones sinnvoll in den Unterricht einbauen können.

„Die Digitalisierung spielt in unserem Alltag und im Arbeitsleben eine immer größere Rolle“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD). „Wenn wir Schülerinnen und Schüler auf eigenverantwortliches und selbstständiges Leben vorbereiten wollen und damit auch auf ihre berufliche Zukunft, dann müssen wir dieser Entwicklung in der Schule Rechnung tragen.“ Die Themen der 49 Workshops reichten von digitalen Werkzeugen im Mathematikunterricht über die Bildbearbeitung am Computer bis hin zur Produktion kurzer Erklärfilme mit Schülern.

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Knapp 200 Referendare treten Vorbereitungsdienst an

Knapp 200 angehende Lehrer können sich noch zwei Wochen erholen, ehe sie nach den Ferien ihren Vorbereitungsdienst in der Schule - das Referendariat - antreten. Sie haben am vergangenen Freitag von Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD) ihre Urkunden als Beamte auf Widerruf erhalten. Das Referendariat dauert 18 Monate. Im vergangenen Februar hatten 201 Referendare ihren Dienst begonnen.

Das Referendariat biete eine gute Gelegenheit, sich an den Schulen im Land umzuschauen, sagte Hesse. „Schon während der Ausbildung können sie sich ansehen, wo sie später arbeiten möchten.“ Die Chancen für eine Einstellung seien sehr gut. In Mecklenburg-Vorpommern herrscht wie in vielen anderen Bundesländern Lehrermangel.

Mecklenburg-Vorpommern stellt viermal im Jahr Referendare an den Schulen ein - so oft wie kein anderes norddeutsches Bundesland, wie es hieß. Einstellungstermine seien 1. Februar, 1. April, 1. August und 1. Oktober.