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Rostock: "Sägemesser"-Prozess Lebenslange Haftstrafen gefordert

Von dpa | 25.08.2011, 11:13 Uhr

Für die tödliche Messerattacke auf einen 41-jährigen Rostocker September 2010 sollen die mutmaßlichen Täter nach dem Willen der Staatsanwaltschaft lebenslang hinter Gitter.

Für die tödliche Messerattacke auf einen 41-jährigen Rostocker Anfang September 2010 sollen die 22- und 25-jährigen mutmaßlichen Täter nach dem Willen der Staatsanwaltschaft lebenslang hinter Gitter. Für den Jüngeren solle die besondere Schwere der Schuld festgestellt werden, sagte die Anklägerin gestern vor dem Landgericht Rostock und beantragte zusätzlich Sicherungsverwahrung.

Die Verteidigung des 22-Jährigen forderte Freispruch aus Mangel an Beweisen. Sein Anwalt kritisierte, dass ein psychiatrisches Gutachten über seinen Mandanten nicht schriftlich vorgelegen habe. Das Plädoyer der Verteidigung des älteren Angeklagten ist für Freitag vorgesehen, das Urteil wird am 6. September erwartet.

Laut Staatsanwaltschaft hatten die beiden den 41-Jährigen an einer Tankstelle getroffen, Alkohol gekauft und waren mit ihm in dessen Wohnung gegangen. Dort habe sich der 22-Jährige das Handy und den MP3-Player des späteren Opfers genommen. Darüber sei es zum Streit gekommen, in dessen Verlauf die Angeklagten den Mann massiv geschlagen und getreten haben sollen. Später soll der Jüngere mit einem Sägemesser dem Mann die Kehle durchschnitten haben, während der 25-Jährige das Opfer festgehalten habe. Es sei den Angeklagten da rum gegangen, ihr Opfer zu demütigen und zu quälen. Die Angeklagten hätten auch nicht innegehalten, als der 41-Jährige in Todesangst um Erbarmen flehte.