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SVZ-Spendenaktion: Unsere Kinder Landwirte mit ganz viel Herz

Von Simone Herbst | 16.12.2016, 05:00 Uhr

Agrarvereinigung MiFeMa in Plauerhagen unterstützt unsere Spendenaktion für kleine Patienten. 37 695 Euro bis jetzt auf dem Spendenkonto

Kühe, Milch und Marktfrüchte – das sind die Standbeine der Agrarvereinigung MiFeMa eG Plauerhagen im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Mittlerweile seit fast 60 Jahren. Und obwohl das jetzt zu Ende gehende Jahr kein leichtes war, die Genossenschaft im Milchsektor Kellerpreise kompensieren und in der Feldwirtschaft Verluste einstecken musste, will sie in ihrem sozialen Engagement nicht nachlassen. Jetzt beteiligte sich die Genossenschaft an der Spendenaktion unserer Zeitung.

„Eigentlich macht man in solch einer Situation das Portemonnaie nicht so gern auf“, räumt Prokuristin Inge Eckmann ein. „Unser Credo war es jedoch schon immer, zu helfen, wenn wir können.“ Kindereinrichtungen, die Feuerwehren in den Ortsteilen, die Sanierung der Plauer Kirche, die Frühfördergruppe der Lewitzwerkstätten, der Plauer Segelverein, Dorffeste – es sind so einige Fronten, an denen die Plauerhagener eG mehr als nur den einen oder anderen Euro beisteuert. „Bei den Plauer Seglern zum Beispiel engagieren wir uns schon seit Jahren. Der Verein hat eine Nachwuchsabteilung und tut wirklich viel für Kinder und Jugendliche, ist auch für die offen, die sich diesen Sport niemals leisten könnten, weil das Geld im Elternhaus dafür einfach nicht da ist. Das finden wir toll und das unterstützen wir deshalb auch gern“, sagt Inge Eckmann. Denn „was nutzt uns die schwarze Null im Bundes- oder Landeshaushalt, wenn Jugend, alte Menschen oder Kranke hinten runterfallen?“, fragt Annerose Gittner, Aufsichtsratsvorsitzende der eG. „Wenn nur noch der schnöde Mammon zählt, was bleibt dann noch?“

Bei der Genossenschaft in Plauerhagen ist man sich einig, dass es vor allem die Unternehmen sind, die das Ehrenamt unterstützen, die auf dem platten Land mehr denn je für das finanzielle Hinterland sorgen, das die Grundlage für das gesellschaftliche Leben in den Dörfern schafft. „Wer, wenn nicht Betriebe wie wir, sollen denn Unterstützung geben?“

Als unsere Spendenaktion anlief, stellte sich die Frage nach der Teilnahme auch gar nicht. „Das ist eine tolle Aktion, und wenn die Ernährungsberatung den kleinen Mäusen helfen kann, freuen wir uns, unseren Beitrag leisten zu können“, unterstreicht Inge Eckmann. Magere 2016er-Bilanz hin oder her, für die Argarvereinigung seien Beträge, wie sie jetzt in den Spendentopf flossen, nicht maßgeblich. Denn sie ändern nichts. Dazu brauchte es vor allem vernünftige Milchpreise und weniger Zwänge der Landwirtschaft per Gesetz. „Um die Verluste aufzufangen und den Betrieb zu stabilisieren, verzichten unsere Mitarbeiter schon mal auf ihren Lohn“, sagt Inge Eckmann.

Prämien zum Jahresende entschädigen im Gegenzug für die geleistete Arbeit. „Natürlich vergessen wir dabei nicht, dass 30 Familien daran hängen und ein auskömmliches Einkommen haben müssen.“

So können Sie helfen
Die Adventszeit ist die Zeit der Besinnung, der Freude, der Familie und Kinder. Denkt man an Kinder und an Weihnachten, dann denkt man an ausgelassene Fröhlichkeit und ansteckendes Lachen. Kinder bedeuten Glück. Kinder machen Familien aus. Doch nicht allen Eltern, Kindern und Großeltern in unserer Gesellschaft geht es  gut.  Wenn Kinder krank werden, sind das oft doppelte Schmerzen – für die Kleinsten und bei den Eltern. Wenn Kinder an chronischen Krankheiten leiden, ist das nicht nur doppeltes Leid, sondern beeinflusst die Entwicklung und verändert oft das ganze Leben der kleinen Patienten. Am Rostocker Universitätsklinikum haben sich erfahrene Mediziner, wie Prof. Dr. Michael Radke, Leiter der Kinder- und Jugendklinik,  und sein  Stellvertreter Prof. Dr. Jan Däbritz auf chronische Darmerkrankungen bei Kindern und Jugendlichen spezialisiert. Ihre medizinische Erfahrung: Starke Medikamente wie etwa Kortison, die bei Erwachsenen angewandt werden, richten bei Kindern oft mehr körperliche Schäden an, als dass sie helfen. Die Spezialisten sind überzeugt: Eine Ernährungstherapie ist die beste Medizin. Doch es fehlt seit Jahren an einer entsprechenden Beraterin. Wir wollen in einer gemeinsamen Aktion in der Adventszeit Spenden für eine Ernährungstherapeutin für die Kinderklinik sammeln. Es soll nur eine Anschubfinanzierung für das erste Jahr werden, an deren Beispiel Prof. Dr. Radke und Prof. Dr. Däbritz gerne nachweisen wollen, dass eine solche Stelle am Klinikum unverzichtbar ist. Warum unterstützen die „Schweriner Volkszeitung“, die „Norddeutschen Neuesten Nachrichten“ und „Der Prignitzer “ ein solches Vorhaben in der Uni-Medizin? Öffentliche Kassen sind bekanntlich immer leer. Die Krankenkassen müssen erst überzeugt werden.   Wir sagen, es ist Zeit,  etwas für unsere Kinder zu tun. Helfen Sie bitte mit bei der gemeinsamen Weihnachtsaktion unserer Zeitungen und der Kinder- und Jugendklinik, helfen Sie den Kindern. Jede Spende ist wichtig. Jede Spende hilft. Jede Spende kommt an. Kontodaten pro infantibus - Hilfe für das kranke Kind e. V.OSPA  Konto: 4 05 00 91 78BLZ:  130 500 00IBAN DE77 1305 0000 0405 0091 78Verwendungszweck: „Unsere Kinder“ Bitte schreiben Sie für die Spendenquittung Ihre Adresse und Ihren Namen in die Zeilen für den Verwendungszweck. Vermerken Sie dort auch, falls Sie in der Zeitung nicht genannt werden möchten.

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