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Güstrow Landkreis verweigert Schmerzensgeld

Von hjko | 30.10.2011, 01:37 Uhr

Der Prozess um Schmerzensgeld und Schadensersatz für die von ihrer Mutter jahrelang mit Lösungsmitteln und Säurereinigern misshandelte Lea-Marie geht in die nächste Runde.

Der Prozess um Schmerzensgeld und Schadensersatz für die von ihrer Mutter jahrelang mit Lösungsmitteln und Säurereinigern misshandelte Lea-Marie geht in die nächste Runde. Die Anwälte des Kommunalen Schadensausgleichs (KSG), der den Landkreis Rostock als Rechtsnachfolger des vom Landgericht Rostock verurteilten Landkreises Güstrow vertritt, haben Berufung gegen das Urteil eingelegt.

Formaljuristisch sei das ihr gutes Recht. Aber dadurch werde Lea-Marie ein zweites Mal zum Opfer, kritisiert Rainer Becker, Regionalbeauftragter Nord und Vorstandsmitglied der Deutschen Kinderhilfe. Um Ansprüche auf Schmerzensgeld und Schadenersatz für das Kind, dass durch behördliches Versagen einen schweren Schaden erlitten habe, werde nun zivilrechtlich gestritten und gefeilscht. Becker weiter: "Der neue Landkreis Rostock lässt es zu, dass der Kommunale Schadensausgleich dem Mädchen zeigen darf, was es ihm wert ist - anscheinend nichts, da es ums Geld geht." Wobei dies nicht ganz richtig sei, so Becker, denn die Anwälte des KSG bekommen je weiterer Instanz weiter ihre dann noch höheren Gebühren. Becker: "Also hier darf es wieder ums Geld - des Steuerzahlers - gehen."