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Reservistenverband MV Landesvorstand tritt zurück

Von Hannes Stepputat | 15.04.2019, 14:04 Uhr

Der bisherige Vorsitzende Roland Heckt sowie die Vorstandsmitglieder Andreas Kolm und Jens Wermke reichten am Wochenende ihren sofortigen Rücktritt ein.

Der Vorstand des von internen Querelen gezeichneten Reservistenverbands Mecklenburg-Vorpommern ist zurückgetreten. Er war seit seiner Wahl im vergangenen Jahr immer wieder für seine Amtsführung und einen zu laxen Umgang mit rechtsradikalen Umtrieben kritisiert worden. In einem Rücktrittsschreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, beklagt der bisherige Vorsitzende Roland Heckt massive Diffamierungen gegen sich sowie Belästigungen seiner Familie.

Heckt sowie die Vorstandsmitglieder Andreas Kolm und Jens Wermke reichten am Wochenende ihren sofortigen Rücktritt ein, wie eine Sprecherin des Bundesverbandes am Montag bestätigte.

Landesschatzmeister Stefan Timm habe seinen Rücktritt zum Ende des Jahres angekündigt. Der Bundesreservistenverband begrüßte den Schritt.

Der Landesverband sei tief gespalten

Auf einer Facebook-Seite der Bundeswehr-Reservisten ging Heckt nun zum Gegenangriff gegen seine Kritiker in der Kreisgruppe Mecklenburg-Schwerin über: In der Kreisgruppe herrschten „unhaltbare Zustände“, den Verantwortlichen sei die Kontrolle über weite Strecken verloren gegangen. „Gewisse Kreise“ würden Verbandsinterna in verbandsschädigender und niederträchtiger Weise in die Öffentlichkeit zerren. Der Landesverband sei tief gespalten, die Gräben scheinbar unüberwindbar. Auch vom Bundesverband sei zu wenig Unterstützung gekommen.

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Dessen Sprecherin wies diese Kritik entschieden zurück. „Das Präsidium des Reservistenverbandes hatte dem Landesvorstand stets volle Unterstützung zugesagt“, sagte sie. „Persönliche Streitigkeiten, Befindlichkeiten und Interessen einzelner Akteure behinderten seit Jahren eine sachliche Aufarbeitung der im Raum stehenden Vorwürfe in der Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern.“ Im Mai ist eine Delegiertenversammlung der Landesgruppe geplant. Für einen nötigen Neuanfang bewerte der Bundesverband die Rücktritte als „förderlich“.