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Forderung der Linken Land sollte Bauern nach Missernten sofort helfen

Von Birgit Sander | 17.08.2018, 20:45 Uhr

MV sollte nach Ansicht der Linken im Landtag selbst mehr unternehmen, um den von Missernten betroffenen Bauern zu helfen.

«Es muss machbar sein, die EU-Direktzahlungen zu 70 Prozent bereits im Oktober und den Rest bis zum Ende des Jahres auszuzahlen», sagte die Linken-Abgeordnete Jeannine Rösler am Freitag nach Gesprächen mit Vertretern der Kreisbauernverbände Demmin und Ostvorpommern.

Außerdem sollten die Pachtpreise für Landesflächen reduziert und dauerhaft gedeckelt werden. «Statt in der Agrarforschung weiter zu kürzen, muss genau das Gegenteil passieren: mehr in die Zukunft investieren», sagte Rösler. An den Bund gewandt sagte sie, Landwirte sollten die Möglichkeit zu steuerfreien Rückstellungen erhalten. Gerade kleinere und viehhaltende Betriebe hätten ihre Reserven im dritten schlechten Erntejahr hintereinander aufgebraucht. Es herrsche vielerorts großer Futtermangel.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) machte indessen beim Bund Druck beim Thema Nothilfe für Bauern. Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Samstag) sagte sie: «Am Mittwoch muss das Regierungskabinett entscheiden.» Sie warte auf grünes Licht aus Berlin. «Dann werden wir mit Vorauszahlungen beginnen.» Es sei nicht hinnehmbar, dass betroffene Landwirte länger in Ungewissen blieben.