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Spendenaktion „Unsere Kinder“ Kleiner Mika – großer Kämpfer

Von ROLL | 09.12.2016, 20:45 Uhr

Mika ist erst drei Jahre alt und musste schon sechsmal zur Chemotherapie. Er will endlich wieder alleine laufen.

Das Böse in seiner Hüfte, dem Oberschenkel und dem Schienbein hat aufgehört zu leuchten. Der kleine Mika hat keine Tumorzellen mehr im Körper. „Das war nach der fünften Chemotherapie“, erinnert sich seine Mutter Michaela Ahlgrimm (33).

Die Ärzte hatten dem drei Jahre alten Jungen nach der Behandlung ein Kontrastmittel gespritzt und ihn mit einer speziellen Kamera untersucht. Auf dem Computerbildschirm tauchten keine hellen Flecken mehr auf. „Das war eine riesengroße Erleichterung“, beschreibt Michaela Ahlgrimm den Moment als ihr die Ärzte mitteilten, dass die Metastasen – das Böse – aus Mikas Knochen verschwunden sind.

Doch der Kampf des Jungen gegen den Krebs ist noch längst nicht vorbei. Er steckt noch mittendrin. In der Rostocker Kinderklinik absolviert Mika gerade die sechste Chemotherapie. Der Blondschopf liegt in seinem Bett und schaut sich auf einem Tablet einen Trickfilm an und isst ein Stück Schokolade. Er ist an dünne Schläuche angeschlossen, über die die chemischen Substanzen in seinen Körper geleitetet werden. „Mika hat die vielen Behandlungen bisher ganz toll weggesteckt und ist richtig gut drauf“, sagt Michaela Ahlgrimm. Im Hintergrund hört man Mika kichern, weil er von seinem Papa Michael (32) gerade gekitzelt wird.

Vor ein paar Wochen überraschte der Knirps seine Mutter mit dem Satz: „Mama, ich bin noch gar nicht gelaufen.“ Im Spielzimmer der Station machte Mika dann fünf Schritte. „Das war herrlich und toll“, sagt seine Mutter und lächelt. Papa Ahlgrimm hat für diesen besonderen Moment einen Turnschuh aus Knete gebastelt, den sie auf die Mutperlenkette von der Rostocker Kinderkrebshilfe gefädelt haben, die über Mikas Bett hängt. Für jeden Behandlungsschritt wird ein kleines Symbol aufgezogen: Die blau-rote Spirale steht für eine Bluttransfusion, der blaue Stern für die stationäre Aufnahme, jede orange-weiß-grüne Scheibe markiert einen Chemotag. Den gelben Smiley hat Mika zum Geburtstag bekommen. Seine Perlenkette ist schon über drei Meter lang.

Das erste Knete-Symbol haben die Ahlgrimms Ende Juni aufgezogen, als bei der Ultraschalluntersuchung in Mikas linker Nebenniere ein Tumor entdeckt und der Junge deshalb sofort ins Krankenhaus musste. „Unser Leben hat sich seitdem um 180 Grad verändert“, sagt Vater Michael. Es wird seit sechs Monaten von den Aufenthalten und den Behandlungen in der Klinik bestimmt. Die Familie wird wochenweise getrennt. Die Ahlgrimms wohnen eigentlich in Waren. „Aber unser Zuhause ist jetzt hier in der Klinik“, beschreibt Michaela Ahlgrimm die Situation.

Knapp 15 Quadratmeter ist das Behandlungszimmer groß. Eingerichtet mit einem Tisch und einem Stuhl. Mikas Mutter schläft auf einer schmalen Liege „Es ist schwierig, den Kopf frei zu bekommen“, sagt sie. Die Gedanken kreisten ständig um Mikas Gesundheit. Abends geht sie meistens eine Stunde spazieren. Auch die Gespräche mit anderen Müttern auf der Station würden helfen. Ist Vater Michael in der Klinik zu Besuch und passt auf Mika auf, kann Michaela Ahlgrimm in einer Wohnung der Krebshilfe übernachten. Dann schiebt sie sich Pommes in den Backofen. „Das ist Luxus. Einfach mal für einen Moment abschalten.“ Ist der Papa in dem Haus in Waren allein, bekämpft er die Einsamkeit, indem er das Radio einschaltet. „Ein Eheleben haben wir momentan nicht,“ sagt Michael Ahlgrimm.

Mikas Gehversuche im Spielzimmer, sein Appetit auf Schokolade, die Behandlungsfortschritte – „das sind die Momente, aus denen wir Kraft und Energie schöpfen“, sagt Michaela Ahlgrimm. Und natürlich der große Rückhalt in der Familie. Wichtig sei auch der Kontakt zu anderen betroffenen Eltern.

Den Tumor aus Mikas Nebenniere haben die Ärzte entfernt. Die Metastasen sind verschwunden. Doch die Kette mit den Mutperlen wird noch länger werden. Im Januar soll Mika nach Greifswald verlegt und dort mit einer hochdosierten Chemotherapie behandelt werden. Danach kommt die Stammzellentherapie. „Das wird noch einmal eine sehr schwierige Phase. Wenn alles gut läuft, sind wir im Sommer mit durch“, sagt Michaela Ahlgrimm. Doch nun hoffen die Eltern erst einmal, dass sie zusammen mit Mika und den Großeltern in Waren Weihnachten feiern können. Das ist der größte Wunsch des Ehepaares. Michaela Ahlgrimm ist optimistisch: „Es sieht gut aus.“

So können Sie helfen
Die Adventszeit ist die Zeit der Besinnung, der Freude, der Familie und Kinder. Denkt man an Kinder und an Weihnachten, dann denkt man an ausgelassene Fröhlichkeit und ansteckendes Lachen. Kinder bedeuten Glück. Kinder machen Familien aus. Doch nicht allen Eltern, Kindern und Großeltern in unserer Gesellschaft geht es  gut.  Wenn Kinder krank werden, sind das oft doppelte Schmerzen – für die Kleinsten und bei den Eltern. Wenn Kinder an chronischen Krankheiten leiden, ist das nicht nur doppeltes Leid, sondern beeinflusst die Entwicklung und verändert oft das ganze Leben der kleinen Patienten. Am Rostocker Universitätsklinikum haben sich erfahrene Mediziner, wie Prof. Dr. Michael Radke, Leiter der Kinder- und Jugendklinik,  und sein  Stellvertreter Prof. Dr. Jan Däbritz auf chronische Darmerkrankungen bei Kindern und Jugendlichen spezialisiert. Ihre medizinische Erfahrung: Starke Medikamente wie etwa Kortison, die bei Erwachsenen angewandt werden, richten bei Kindern oft mehr körperliche Schäden an, als dass sie helfen. Die Spezialisten sind überzeugt: Eine Ernährungstherapie ist die beste Medizin. Doch es fehlt seit Jahren an einer entsprechenden Beraterin. Wir wollen in einer gemeinsamen Aktion in der Adventszeit Spenden für eine Ernährungstherapeutin für die Kinderklinik sammeln. Es soll nur eine Anschubfinanzierung für das erste Jahr werden, an deren Beispiel Prof. Dr. Radke und Prof. Dr. Däbritz gerne nachweisen wollen, dass eine solche Stelle am Klinikum unverzichtbar ist. Warum unterstützen die „Schweriner Volkszeitung“, die „Norddeutschen Neuesten Nachrichten“ und „Der Prignitzer “ ein solches Vorhaben in der Uni-Medizin? Öffentliche Kassen sind bekanntlich immer leer. Die Krankenkassen müssen erst überzeugt werden.   Wir sagen, es ist Zeit,  etwas für unsere Kinder zu tun. Helfen Sie bitte mit bei der gemeinsamen Weihnachtsaktion unserer Zeitungen und der Kinder- und Jugendklinik, helfen Sie den Kindern. Jede Spende ist wichtig. Jede Spende hilft. Jede Spende kommt an. Kontodaten pro infantibus - Hilfe für das kranke Kind e. V.OSPA  Konto: 4 05 00 91 78BLZ:  130 500 00IBAN DE77 1305 0000 0405 0091 78Verwendungszweck: „Unsere Kinder“ Bitte schreiben Sie für die Spendenquittung Ihre Adresse und Ihren Namen in die Zeilen für den Verwendungszweck. Vermerken Sie dort auch, falls Sie in der Zeitung nicht genannt werden möchten.

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