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Grabow Kein Trinkwasser in Grabow wegen Bau der Autobahn

Von Andreas Münchow | 08.11.2012, 12:27 Uhr

Die Autobahn A 14.

Rund um Ludwigslust, Grabow und Neustadt-Glewe wird für die künftige Trasse kräftig gebuddelt. Jetzt muss deshalb sogar eine Trinkwasserleitung verlegt werden.

64 Meter Leitung unter der Trasse

Gestern gegen 12 Uhr, unmittelbar neben der B 5 zwischen Ludwigslust und Grabow, nahe des Abzweigs nach Dömitz: Carsten Balzer von der Mannheimer Spezialfirma Friatec bohrt in zwei Meter Tiefe die Leitung an, die Grabow mit Trinkwasser aus dem Ludwigsluster Wasserwerk versorgt.

Prokurist Torsten Bruck von den Stadtwerken Ludwiglust/Grabow erklärt: "Wegen der künftigen Autobahntrasse müssen hier insgesamt 140 Meter der Trinkwasserleitung neu verlegt werden. 64 Meter davon werden dann direkt unter der Autobahn hindurchführen."

Von der Bohrung aus soll jetzt eine provisorische Wasserleitung in den Boden gebracht werden. Sie ersetzt den Leitungsabschnitt, der in den nächsten Wochen verlegt werden muss.

Torsten Bruck: "Bis Ende Dezember soll die neue Leitung fertig sein. Die Umverlegung kostet insgesamt rund 100 000 Euro. Die Kosten werden vom Straßenbauamt Schwerin getragen."

Übrigens floss trotz derBohrarbeiten gestern Trinkwasser durch die 6,8 Kilometer lange Leitung nach Grabow. Friatec-Experte Carsten Balzer: "Dank unserer modernen Technik können wir die Leitung auch bei bestehendem Wasserdruck anbohren."

Trinkvorräte für eine Nacht anlegen

Allerdings wird es nicht immer so reibungslos laufen. So müssen sich rund 3 400 Kunden in Grabow und Umgebung doch noch auf eine "wasserlose" Nacht einrichten. Wegen der Bauarbeiten wird vom 17. November (22 Uhr) bis 18. November (6 Uhr) die Trinkwasserversorgung unterbrochen. Betroffen sind Haushalte in Grabow, Fresenbrügge, Winkelmoor und Heidehof.

Prokurist Torsten Bruck sagt deshalb: "Wir empfehlen für den genannten Zeitraum Wasservorräte anzulegen. Am besten sind dazu ein paar Eimer geeignet. Geräte, die an die Trinkwasserversorgung angeschlossen sind, sollten nicht betrieben werden. Das betrifft insbesondere Waschmaschinen."