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Gebietsanglerverband Ludwigslust Junge Hechte in die Elde gesetzt

Von <titel-grotesk>Andreas Münchow</titel-grotesk> | 02.11.2012, 09:25 Uhr

Tolle Nachricht für alle Angelfreunde: Der Gebietsanglerverband Ludwigsluster Umland lässt Raubfische zwischen Neu Kaliß und Neustadt-Glewe ins Wasser. Die Schonzeit soll verlängert werden.

Tolle Nachricht für alle Angelfreunde: In der Elde gibt es wieder mehr Hechte. Experten haben rund 900 der begehrten Raubfische ins Wasser gesetzt.

Gestern Mittag im Grabower Hafen. Hartmut Senff, Vorsitzender des Gebietsanglerverbandes Ludwigsluster Umland (sieben Vereine, 1100 Mitglieder) und sein Schatzmeister Gerhard Jauert schippern mit ihrem Motorboot Richtung Neustadt-Glewe. An Bord zwei Riesen-Behälter, voll mit Hechten. "Die Fische sind ein bis zwei Jahre alt, 1,5 Pfund schwer und knapp 40 Zentimeter lang", erklärt Hartmut Senff.

Die Hechte wurden zwischen Neu Kaliß und Neustadt-Glewe in die knapp acht Grad kalte Elde gesetzt, auf insgesamt rund 30 Kilometer Fluss-Länge. Senff: "Lassen wir alle Räuber an einer Stelle ins Wasser, würden kaum welche übrig bleiben, weil sie sich gegenseitig auffressen."

Notwendig wurde die Aktion, weil die Elde ein beliebtes Angelrevier ist, das noch dazu nur zwei Meter tief ist. In einem so flachen und schmalen Gewässer geht der Räuber eher an den Angelhaken. " Er hat hier einfach keine Fluchtmöglichkeit in die Tiefe, wie bei einem See. Aus diesen Gründen ist der Hechtbestand in den vergangenen Jahren gesunken. Das ergab eine Bestandskontrolle im vergangenen Jahr", sagt Gerhard Jauert. "Wir hoffen, dass sich der Raubfisch jetzt erholt und seine Zahl wieder zunimmt."

Trotz aller Vorfreude warnt Hartmut Senff übereifrige Angler: "Die jungen Hechte dürfen noch nicht geangelt werden. Erst ab 50 Zentimeter Länge sind sie zum Fang frei. Die Fischereiaufsicht wird entsprechende Kontrollen durchführen." Um die jungen Fische zusätzlich zu schonen, haben die Ludwigsluster Angelsportfreunde beim Landesanglerverband einen Antrag gestellt. Danach soll es für Hechte eine jährliche Schonzeit vom 1. Januar bis 30. April geben. "So könnten sie während der Laichzeit besser geschützt werden. Bisher gilt das Fangverbot von Mitte März bis Ende April", erläutert Hartmut Senff.

Übrigens ist die Elde-Müritz-Wasser-Straße, so der offizielle Name, für die Hechte ideal, mal abgesehen von der Gefahr, an einen Angelhaken zu geraten. Weil keine Abwässer mehr in den Fluss geleitet werden, ist das Wasser klar und sauber. Der Hecht mag diese Bedingungen und kann so prächtig gedeihen. Im Gegensatz zum Zander, der eher trübe und nährstoffreiche Gewässer bevorzugt. Angst, dass die jetzt ins Wasser gesetzten Hechte das Weite suchen, haben die Angel-Experten nicht. "Der Hecht wandert gewöhnlich nicht ab, sondern bleibt seinem Gewässer treu", weiß Gerhard Jauert.

Und so dürfen sich alle Angler auf das nächste Jahr freuen. Wenn die jetzt in die Elde gesetzten Hechte reif für den Grill oder die Pfanne sind.