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Wetter „Irenäus“ hält MV im Winter gefangen

Von Max Lessig, Martina Rathke | 16.03.2018, 13:56 Uhr

Mit dem Sturm kehrt auch der Frost mit einem Skandinavien-Hoch in unser Land zurück. Kurz vor dem kalendarischen Frühlingsanfang hält sich der Winter hartnäckig.

Der Winter will nicht weichen: Mit den Auswirkungen von Skandinaivien-Hoch „Irenäus“ sind Sturm und Frost nach Mecklenburg-Vorpommern zurückgekehrt. Am Leuchtturm Hiddensee und am Kap Arkona seien Böen der Stärke 10 gemessen worden, im Binnenland bis zu Stärke 8, sagte Meteorologe Stefan Kreibohm vom Wetterstudio Hiddensee am Freitag. Der Wind lasse erst zum Sonntag hin nach. Der Frühling lässt noch länger auf sich warten. „Bis Mittwoch ist kein frühlingshaftes Wetter in Sicht“, sagte Kreibohm.

Die Fährreederei Scandlines hat wegen einer Sturmwarnung für Mecklenburg-Vorpommern für Freitag zwölf Fahrten zwischen Rostock und dem dänischen Gedser abgesagt. Scandlines empfehle Fracht- und Passagierkunden die Überfahrt von Puttgarten nach Rødby: „Hier fahren die Fähren planmäßig“, hieß es in einer Mitteilung. Die Fahrten zwischen Rostock und Gedser würden voraussichtlich am Freitagabend aufgenommen. Die Fähre zwischen den Inseln Hiddensee und Rügen verkehrt weiter nach Winterfahrplan.

Am Rande des Skandinavien-Hochs wird kalte arktische Luft aus Osten an die Küsten Mecklenburg-Vorpommerns getrieben. Die Temperaturen lägen tagsüber bei Null Grad, sonntags dann mit leicht steigender Tendenz bei drei bis vier Grad. „Durch den starken Ostwind fühlen sich die Temperaturen aber 5 bis 10 Grad kälter an.“ Durch den heftigen Wind werden die Wasserstände an den Ostküsten der Ostsee steigen. Sturmfluten sind laut Prognose des Bundesamtes für Seeschifffahrt für MV jedoch nicht zu erwarten.