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In den Sommerferien Aufregung in Großbritannien: Rektor will Schul-Schweine schlachten lassen

Von vim | 30.04.2019, 00:21 Uhr

Sie werden erst gefüttert und dann geschlachtet: Der Umgang mit zwei Schweinen sorgt für hitzige Diskussionen.

Eigentlich klingt die Grundschule Farsley Fields im britischen Leeds nach einem wahren Idyll: Auf einem kleinen Bauernhof, der zum Schulgelände gehört, pflanzen Lehrer und Kinder gemeinsam Obst und Gemüse an und kümmern sich um die dort lebenden Tiere. Dazu gehören neben Hühnern seit diesem Schuljahr auch zwei Schweine, wie der Homepage der Schule zu entnehmen ist. Doch genau diese Schweinchen sorgen inzwischen für große Aufregung.

Denn der betreuende Schulleiter Peter Harris will die Tiere in den Sommerferien schlachten. So sollen die Kinder lernen, wo ihr Fleisch herkommt. "Die Schweine werden keine Haustiere sein und nur für neun Monate bei uns sein", ist auf der Schul-Homepage zu lesen. "Die Schweine werden doppelt so lange leben wie kommerziell für die Schlachtung gezüchtete Schweine und werden ein echtes und freies Farm-Leben führen." Das Fleisch soll anschließend verkauft werden.

Petition gegen das Schlachten der Schweine

Für diese zumindest unübliche Aktion erhält der britische Lehrer viel Gegenwind – aber auch Unterstützung. In den Kommentaren auf der Schul-Homepage finden sich sowohl deutliche Anfeindungen, aber auch Unterstützung für die Idee, den Kindern so die Herkunft ihrer Nahrung zu erläutern. Im Internet existiert bereits eine Petition gegen die geplante Schlachtung. Diese haben bis zum Montagabend rund 2600 Menschen unterschrieben.

In der Zeitung "Yorkshire Evening Post" meldet sich eine Schülerin zu Wort: "Für die meisten von uns ist die Vorstellung völlig okay", sagt sie. "Wir haben alle viel dadurch gelernt. Herr Harris ist selbst Vegetarier und will, dass jeder seine eigenen Entscheidungen treffen kann und weiß, woher sein Essen kommt. Ich finde das wichtig."