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Rühn: 5000 Besucher beim 6. Klosterfest Im Kloster gekämpft und gebummelt

Von Evelyn Bubber-Menzel | 09.05.2011, 11:20 Uhr

In Scharen strömten am Wochenende die Besucher zum 6. Klosterfest in Rühn. Und alle schienen hellauf begeistert von dem, was der Klosterverein da wieder auf die Beine gestellt hatte.

In Scharen strömten am Wochenende die Besucher zum 6. Klosterfest in Rühn. Und alle schienen hellauf begeistert von dem, was der Klosterverein da wieder auf die Beine gestellt hatte: "Es ist einmalig hier. Dass es so was Großartiges hier in der Region gibt, hab; ich bisher gar nicht gewusst", zeigte sich Maria Kleine aus Bad Doberan begeistert, die sich zusammen mit ihrer Freundin aus Barteshagen bei Parken thin bei dem Fest in uriger Umgebung einen gemütlichen Sonnabend machte. Nachdem sie unterm schützenden Sonnensegel Kaffee und Kuchen genossen hatten, bummelten beide vergnügt über den Mittelaltermarkt, der so groß und vielfältig war wie noch nie. "Es ist das erste Mal, dass wir den Propsteihof mit dazu nehmen mussten", sagt Vereinsvorsitzender Hans-Georg Harloff. Bis zum nächsten Jahr werde das Ganze vielleicht sogar bis auf den Park mit ausgedehnt, der bis dahin etwas rekultiviert werden soll.

Was bereits deutlich macht, dass der Klosterverein noch viele Pläne hat. Wofür er gerade finanzielle Unterstützung von der Niedersächsischen Tafelrunde aus Rotenburg an der Wümme erhielt, der Patenkreis des Landkreises Güstrow ist. 6 200 Euro übergaben beim Klosterfest Dr. Karsten Müller-Scheeßel, Vorsitzender des Kuratoriums Niedersächsische Tafelrunde, und Schatzmeister Horst-Dieter Werwoll dem Klosterverein für die Fortsetzung seiner bisher so erfolgreichen Arbeit zum Erhalt des Rühner Klosterensembles. Bei der Spende handelt es sich um den Reinerlös der letzten Tafelrunde, bei der sich diesmal 135 geladene Gäste zum Tafeln und Gedankenaustausch in gemütlicher Runde trafen. Stets dienen die Zusammenkünfte der Tafelrunden einem gemeinnützigen Zweck. Unter dem Motto "20 Jahre Deutsche Einheit" stand diesmal bei dem Treffen die Wiedergewinnung bedeutender deutscher Kulturlandschaften und die Rettung maroder Baudenkmäler in der früheren DDR im Vordergrund. Wobei die Deutsche Stiftung Denkmalpflege anregte, die Spendengelder der Tafelrunde diesmal nicht in Rotenburg zu belassen, sondern für die Instandsetzung von Fenstern und Innenräumen des Klosters Rühn zur Verfügung zu stellen.

"Das ist natürlich eine ganz tolle Sache", freut sich Vereinsvorsitzender Harloff. "Wir werden damit Fenster und Türen erneuern", welche das sein werden, darüber hat er schon genaue Vorstellungen: Nachdem im letzten Jahr am Kloster Fundamente saniert und Trauf pflaster saniert wurden, damit der Regen im Innenhof besser abfließen kann, sollen jetzt nach und nach die Bedingungen für die Wirtschaftseinrichtungen im Kloster verbessert werden: Weshalb mit Hilfe der Spende neue Fenster und Türen im Kontor, im Hofladen und in der Klosterschänke eingesetzt werden sollen. Dass diesmal wieder so viele Besucher zum Klosterfest kamen, freut den Verein nicht nur, weil er damit wieder Leben in die Region brachte, sondern weil der Erlös dringend benötigt wird. "Wir brauchen jedes Jahr für das Kloster fast 15 000 Euro an Betriebskosten", sagt der Vereinsvorsitzende. Das Klosterfest kostete den Verein über 4 000 Euro. Doch es spülte auch Geld in die Kasse zum Weitermachen.