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Wismar: Bergung kostet mehrere tausend Euro Hochseekutter liegt im Westhafen auf Grund

Von Manja Nowitzki | 22.12.2010, 06:24 Uhr

Seit Montag liegt die "MS Michael Glinka" auf Grund. Die Stahlwände des Veterans der ehemaligen DDR-Hochseeflotte hielten vermutlich dem Eisdruck nicht mehr stand. Auch ein technischer Defekt ist nicht ausgeschlossen.

Seit Montag liegt im Westhafen von Wismar die "MS Michael Glinka" auf Grund. Die Stahlwände des Veterans der ehemaligen DDR-Hochseeflotte hielten vermutlich dem Eisdruck nicht mehr stand. Ebenso schloss die Wasserschutzpolizei einen technischen Defekt nicht aus.

Damit der Hafen schnellstmöglich wieder passierbar wird, muss sich Schiffseigentümer Raik Skowronek recht Gedanken machen, wie das Schiff gehoben werden kann. Das sei keine leichte Aufgabe, weil der Hafen zugefroren sei, sagte er der SVZ. Zudem auch eine teure. Mehrere tausende Euro werde es mindestens kosten. Denn zuerst müssen Taucher in das eiskalte Wasser steigen und untersuchen, wie das Schiff von unten aussieht und ob ein Schaden erkennbar ist. Dann sollen Gurte um den Rumpf gelegt werden, bevor ein Kran das Schiff hebt. Dafür muss auch geklärt werden, wie viel Last die Kaikante tragen kann, um die Bergetechnik darauf abstellen zu können. "Das wollen wir zwischen Weihnachten und Neujahr machen", sagte Eigner Raik Skowronek.

Funktioniert das nicht, könnte das Schiff theoretisch bis zur Eisschmelze im Wasser bleiben. "Es geht keine Gefahr davon aus, denn es sind nur wenige Betriebsstoffe an Bord", hieß es von einer Expertin der Wasserschutzpolizei. Und diese befinden sich in verschlossenen Behälter, so die Wasserschutzpolizei in Wismar.