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Verkehr Hilfe für A 20-Reparatur

Von Joachim Mangler | 01.03.2018, 20:45 Uhr

Bundesverkehrsminister Schmidt informierte sich bei Tribsees über abgesacktes Autobahnstück und verspricht finanzielle Unterstützung

Bundesverkehrsminister Christian Schmidt (CSU) hat Mecklenburg-Vorpommern umfangreiche Unterstützung bei der Reparatur der bei Tribsees zerstörten Autobahn A 20 zugesagt. „An Geld soll es hier wirklich nicht fehlen“, sagte er am Donnerstag bei einem Besuch der Autobahn. Dort waren in den vergangenen Monaten riesige Löcher entstanden. Die finanzielle Unterstützung gelte sowohl für die Ersatzlösung, die bis Herbst entstehen soll, als auch für die endgültige Wiederherstellung der Autobahn. Dabei sei von einem dreistelligen Millionenbetrag auszugehen. „Das ist eine außergewöhnliche Situation. Und außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche, schnelle Reaktionen.“

Wie Landesverkehrsminister Christian Pegel (SPD) sagte, wurde eine sogenannte gemeinsame Taskforce eingerichtet. Dies sei eine regelmäßige Runde auf Staatssekretärs- und teilweise auf Ministerebene. Diese Organisation mache schnelle Abstimmungen möglich. Dort würden die Dinge untereinander angesprochen und gelöst. Schmidt betonte, dass in dieser Runde auch die Pioniere der Bundeswehr dabei seien. „Wir werfen alle Kräfte zusammen, dass das was wird.“ Das Land verwalte die Autobahn im Auftrag des Bundes, sagte Pegel. Der Bund trage die Ausgaben aus der Wahrnehmung der Straßenbaulast.

Das Land wiederum sei für die Planungsleistungen des Bauvorhabens zuständig. Am Donnerstag stimmte der Finanzausschuss des Landtags den erforderlichen Mehrausgaben für Planungsleistungen bei der A 20 in Höhe von vier Millionen Euro für dieses Jahr zu. „Wir helfen so dabei, die Anwohner in Langsdorf und Böhlendorf zum nächstmöglichen Zeitpunkt von den Belastungen durch den Umleitungsverkehr zu befreien“, hieß es von den Regierungsfraktionen.

Parallel zu den Planungen und zu dem künftigen Bau werde an den Ursachen für die Probleme geforscht. „Die Ermittlungen laufen.“ Allerdings könne nicht wegen der Ursachenforschung die Baustelle brach liegengelassen werden, der Neubau müsse im Vordergrund stehen. Wenn sich jedoch herausstellen sollte, dass es bis heute rechtlich und faktisch wirkende Verantwortlichkeiten gibt, würden die entsprechenden juristischen Schritte eingeleitet.

Pegel hatte am Dienstag angekündigt, dass eine 800 Meter lange Behelfsbrücke aus Stahl errichtet werden soll, um die A 20 wieder einspurig in beide Richtungen befahrbar zu machen. Der Minister machte deutlich, dass der Bund bei allen Schritten sehr engagiert dabei sei. Es gebe eine Vielzahl von Baustellen auf Autobahnen und Bundesstraßen. Aber die A 20 werde besonders beachtet, weil das Problem das Land so massiv beeinträchtige. Und es packe die Straßenbauer gemeinsam an der Ehre, weil das ein unrühmlicher Einzelfall ist und normalerweise nicht geschieht.