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Verein und Trainer Vollmann verurteilten die Randale Hansa droht jetzt sogar ein Geisterspiel

Von dpa | 19.09.2011, 11:00 Uhr

Nach den neuerlichen Krawallen muss der FC Hansa als Wiederholungstäter eine exemplarische Bestrafung durch den DFB fürchten. Sogar ein "Geisterspiel" könnte den Rostockern drohen.

Nach den neuerlichen Krawallen muss der FC Hansa als Wiederholungstäter eine exemplarische Bestrafung durch den DFB fürchten. Sogar ein "Geisterspiel" ohne Zuschauer könnte den Rostockern wegen der Ausschreitungen einiger "Fans" beim Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt (1:4) am Freitagabend drohen.

Der Verein und Trainer Peter Vollmann verurteilten die Randale scharf. "Sie sind einfach unbelehrbar trotz aller Versprechungen. Ich kann mich dafür nur entschuldigen", sagte Vollmann. Im NDR 1 Radio MV wurde der 53-Jährige noch deutlicher: "Ich schäme mich dafür, ja."

Im Hansa-Fanblock waren Feuerwerkskörper gezündet worden. Die zweite Hälfte wurde deshalb verspätet angepfiffen. Die Fans, die dafür verantwortlich seien, würden vergessen, "welchen Schaden sie mit dem Einsatz von Pyrotechnik ihrem Verein zufügen und welcher Gefahr sie andere Menschen aussetzen", erklärte Hansa-Vorstandschef Bernd Hofmann.

Polizei nimmt 24 Personen fest

Bei Ausschreitungen nach dem Spiel nahm die Polizei 24 Fans zur Feststellung der Personalien in Gewahrsam. Wie die Polizei mitteilte, waren Anhänger beider Clubs aufeinander losgegangen. Auch Feuerwerkskörper seien geflogen. Mit einem Großaufgebot hätten die Einsatzkräfte beide Seiten getrennt. Dabei seien auch Schlagstöcke und Pfefferspray eingesetzt worden. Schon vor Spielbeginn hatten Fans versucht, Polizeifahrzeuge in Brand zu stecken. Mindestens ein Fan wurde bei den Auseinandersetzungen verletzt.

Mehrfach und auch schon einmal in dieser Saison wurde Hansa für das Fehlverhalten seiner Fans zur Kasse gebeten. Anfang des Monats ahndete der DFB-Kontrollausschuss mit einer 4000-Euro-Geldstrafe das Zünden von pyrotechnischen Mitteln und Nebeltöpfen unmittelbar nach dem Schlusspfiff beim Spiel bei Dynamo Dresden am 24. Juli.