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Hansa Rostock Hansa bleibt nach 0:0 Tabellenletzter

Von Gert Glaner, dpa | 19.02.2012, 10:03 Uhr

Hansa Rostock bleibt auch nach einem 0:0 in Aachen Tabellenletzter. Die Mecklenburger lieferten bei schwierigsten Witterungsbedingungen aber eine sehr ordentliche Vorstellung ab. Sie dominierten sogar die Schlussphase.

Hansa Rostock hat auch im zwölften Auswärtsspiel den ersten Auswärtssieg in der 2. Fußball-Bundesliga verpasst. Das Team von Trainer Wolfgang Wolf erkämpfte am Sonntagnachmittag vor 14 178 Zuschauern im Tivoli mit einem völlig verdienten 0:0 wenigstens einen Punkt im Kampf gegen den Abstieg. Hansa bleibt nach dem zehnten Unentschieden Tabellenletzter, behielt vor dem Abstiegsgipfel gegen den Vorletzten FC Ingolstadt 04 am kommenden Freitag in der heimischen DKB-Arena aber Tuchfühlung zu den davor platzierten Teams.


Wegen starker Schneefälle stand die Austragung der Partie lange auf Messers Schneide. Nach 40-minütiger Verspätung pfiff Referee Markus Wingenbach (Diez) dann doch an. Dem Zufall war bei den schwierigen, irregulär wirkenden Bedingungen Tor und Tür weit geöffnet. Kontrolliertes Passspiel war auf dem schneebedeckten nassen Rasen kaum möglich. Die Rostocker, bei denen Kapitän Sebastian Pelzer nach seiner Gelbsperre zurück war und Michael Wiemann den gesperrten Kevin Pannewitz ersetzte, nahmen die Widrigkeiten zunächst besser an. Schon nach sechs Minuten hatte Freddy Borg die erste Gelegenheit, aber die vielbeinige Aachener Abwehr klärte im letzten Moment zur Ecke.


Wenig später war der Schwede auch im eigenen Strafraum der Hauptdarsteller, als er einen missglückten Abwehrschlag über das eigene Gehäuse drosch. Die Szene war symptomatisch. Auch in der Folge konnte kaum ein Angriff geordnet zu Ende gespielt werden, weil der Untergrund dies nicht zuließ. So war ein Schuss von Edisson Jordanov von der Strafraumgrenze, der knapp am rechten Pfosten vorbeistrich, die einzig nennenswerte Gelegenheit der optisch gleichwertigen Hanseaten (45.).
Die Gäste hätten zu diesem Zeitpunkt bereits zurückliegen können.


Benjamin Auer lief nach einem Missverständnis der Rostocker Innenverteidigung allein auf das Hansa-Tor zu, legte den Ball an Keeper Kevin Müller vorbei und fiel über diesen. Schiedsrichter Markus Wingenbach entschied aber trotz der stürmischen Proteste der Gastgeber nicht auf Strafstoß.


Am den Platzverhältnissen geschuldeten trostlosen Bild änderte sich auch in der zweiten Halbzeit nichts. Hansa mühte sich, kam aber kaum gefährlich in den gegnerischen Strafraum. Und wenn, dann fehlte wie bei Timo Perthel die Qualität im Abschluss. Der Mittelfeldspieler vergab erst mit dem Fuß (57.) und dann per Kopf (68.). In der Schlussphase waren die Mecklenburger sogar die dominierende Mannschaft. Der krönende Abschluss blieb allerdings versagt.